Spiegel: Kiosk-Absturz mit „Benzin-Kartell“

Publishing Neuer Einzelverkaufs-Minusrekord für den Spiegel. Die Ausgabe 14/2012 lief am Kiosk so schwach wie kein anderer Spiegel seit dem Start der IVW-Heftauflagenmessung Mitte der 1990er-Jahre. Das Titelthema "Das Benzin-Kartell - Wie Öl-Konzerne die Spritpreise manipulieren" interessierte offenbar weniger Leute als erhofft. Der Focus floppte hingegen mit Heft 13/2012 und dem Politik-Titel "Angriff der Piraten". Kleiner Trost: Spiegel 13/2012 und Focus 14/2012 liefen jeweils deutlich besser.

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Da der MEEDIA-Cover-Check in der vergangenen Woche ausgefallen ist, kümmern wir uns diesmal gleich um jeweils zwei Ausgaben von Spiegel, stern und Focus. Zunächst der Spiegel: Ausgabe 14/2012 fiel also auf den schwächsten Einzelverkaufswert der IVW-Heftauflagen-Historie. Er unterbot mit 262.533 Kiosk-Käufern den bisherigen Minusrekord um mehr als 5.000 Exemplare. Auch der bisherige Tiefpunkt stammt übrigens aus dem aktuellen Jahr: Heft 7/2012 setzte mit der "Nazi-Partei NPD: verboten gefährlich" 267.580 Exemplare ab. Im Vergleich zur Vorwoche verlor die Nummer 14/2012 zudem mehr als 88.000 Kiosk-Käufer. Ausgabe 13/2012 lag mit dem Titanic-Titel samt beigelegter DVD nämlich klar über den Spiegel-Durchschnittswerten: 350.820 Kiosk-Käufer fand das Heft.

 

Beim Focus sah es in den beiden aktuellen Heftauflagen-Wochen genau anders herum aus. Hier war die Nummer 13/2012 der große Flop, Heft 14/2012 hingegen ein Erfolg. Gescheitert ist das Magazin ausgerechnet mit dem Piratenpartei-Titel, der einen Tag nach der Saarland-Wahl eigentlich zum richtigen Zeitpunkt erschienen war. Interessiert hat die Geschichte dennoch viel zu wenige potenzielle Focus-Käufer: Mit ganzen 72.549 Einzelverkäufen war die Ausgabe der drittschwächste Focus der Geschichte. Den Minusrekord hält hier weiterhin die Nummer 51/2009 ("Scheidungskinder – Wie sie (weniger) leiden" mit 66.368 Exemplaren. Deutlich besser erging es dem Heft 14/2012: Die Titelgeschichte "Die neue Lust am Laufen – So werden Sie fit, schlank und gesund" interessierte offenbar deutlich mehr Leute: Mit 153.267 Einzelverkäufen landete sie nämlich rund 40.000 Exemplare über dem Focus-12-Monats-Durchschnitt.

 

Auch der stern fiel unterdessen auf einen neuen historischen Minusrekord: 236.928 Einzelverkäufe an Kiosk & Co. erreichte Heft 13/2012 – so wenige wie kein stern seit dem IVW-Heftauflagenstart Mitte der 1990er-Jahre. Gesorgt hat für diesen Tiefstwert der Titel "So ungerecht sind unsere Gehälter". Im Gegensatz zu Spiegel und Focus war auch das zweite Heft unseres Wertungszeitraums ein Misserfolg: Ausgabe 14/2012 lief mit dem Titel "Ich bin ein Lieblingskind" und 246.269 Einzelverkäufen kaum besser und landet auf Platz 7 der größten stern-Flops.

 

Sämtliche Einzelauflagen von Spiegel, stern und Focus können Sie jederzeit mit unserem Cover-Check-Tool recherchieren.

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