Apple verkauft 35 Mio. iPhones in 91 Tagen

Das nächste Fabelquartal für Apple: Erneut konnte der iPad-Produzent bei Vorlage der neuen Geschäftsergebnisse die Konsensschätzungen der Analysten deutlich übertreffen. Um unglaubliche 94 Prozent explodierten die Gewinne im traditionell schwächsten Dreimonatszeitraum von Januar bis März. Treiber der Wachstumsdynamik war abermals das iPhone, das mehr als 35 Millionen Mal über die Ladentische ging. Die iPad-Absätze blieben vor dem Launch der dritten Generation leicht hinter Erwartungen zurück.

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Das nächste Fabelquartal für Apple: Erneut konnte der iPad-Produzent bei Vorlage der neuen Geschäftsergebnisse die Konsensschätzungen der Analysten deutlich übertreffen. Um unglaubliche 94 Prozent explodierten die Gewinne im traditionell schwächsten Dreimonatszeitraum von Januar bis März. Treiber der Wachstumsdynamik war abermals das iPhone, das mehr als 35 Millionen Mal über die Ladentische ging. Die iPad-Absätze blieben vor dem Launch der dritten Generation leicht hinter Erwartungen zurück.

So kann sich die Börse irren: Skeptisch bis ausgesprochen negativ war die Stimmung vor Bekanntgabe von Apples neuen Quartalszahlen. In neun von zehn aufeinanderfolgenden Handelstagen hatte die Apple-Aktie verloren und dabei enorme 90 Dollar oder 85 Milliarden an Börsenwert vernichtet – so groß war die Angst vor Geschäftszahlen, die an der Börse als Enttäuschung aufgenommen werden könnten.

Doch das Gegenteil war der Fall: Statt der erwarteten 10 Dollar je Aktie verdiente Apple tatsächlich 12,30 Dollar je Anteilsschein. Das entsprach einem Nettogewinn von 11,6 Milliarden Dollar – ein in dieser Größenordnung schier unglaublicher Anstieg von 94 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, in dem Apple noch exakt 6 Milliarden Dollar verdient hatte. Die Erlöse zogen um 58 Prozent auf enorme 39,2 Milliarden Dollar an – eine Umsatzexplosion von mehr als 14,5 Milliarden Dollar binnen eines Jahres. 
China ist Apples größter Wachstumstreiber
Treiber der Gewinndynamik war einmal mehr der boomende iPhone-Absatz. Dabei hatten die Vorzeichen noch auf Enttäuschung gestanden: Im Vorfeld von Apples Quartalszahlen wurden die iPhone-Aktivierungen der beiden größten US-Mobilfunkbetreiber Verizon und AT&T im abgelaufenen Quartal bekannt, die um 21 bzw. 43 Prozent unter dem saisonal stärksten Quartal lagen.  
Tatsächlich jedoch konnte Apple mit 35 Millionen iPhones fast genauso viel verkaufen wie im Weihnachtsquartal, als seinerzeit 37 Millionen Apple-Smartphones über die Ladentische gingen. Kompensiert wurden die saisonalen Rückgänge in den USA durch die schier unersättliche Nachfrage in China. 
Die iPhone-Absätze haben sich dort gegenüber dem Vorjahreszeittraum mehr als verfünffacht. Bemerkenswerte 7,9 Milliarden Dollar wurden insgesamt im Reich der Mitte bereits erlöst. China ist damit inzwischen schon zu Apples zweitgrößtem Absatzmarkt geworden.
iPad-Absätze leicht unter den Erwartungen
Auch Apples zweites Boom-Segment befindet sich erwartungsgemäß stark im Aufwind. 11,8 Millionen iPads gingen zwischen Januar und März über die Ladentische – ein Plus von erstaunlichen 151 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Dennoch hatten die Analysten nach dem beeindruckenden Weihnachtsquartal, in dem 15,4 Millionen Tablet-Macs abgesetzt wurden, noch mehr erwartet – nämlich 13 Millionen Stück. Tim Cook ließ sich die Freude über den starken Verkaufsbeginn der dritten iPad-Generation, die erst ab dem 16. März in fünf Ländern erhältlich war, davon indes nicht nehmen: "Das neue iPad hatte einen großartigen Start", fand der Apple-Chef.

Apple-Aktie holt nachbörslich 8 Prozent auf
An Wachstumsdynamik büßten im Zuge des iPad-Booms erwartungsgemäß die Mac-Absätze ein, die aber immer noch um 7 Prozent anzogen. Das Minus der iPod-Verkäufe um 15 Prozent war ebenso erwartet worden wie der traditionell konservative Ausblick auf das Juniquartal, der mit einem Gewinn je Aktie von 8,68 Dollar bei Umsätzen von 34 Millionen ziemlich deutlich unter den Wall Street-Erwartungen blieb – doch das bleibt Apple meistens. 
Anleger hielten sich dann auch nicht lange bei diesen Nebenschauplätzen auf, sondern schickten die Apple-Aktie in Erleichterung über die starken iPhone-Verkaufszahlen nach Handelsschluss um knapp 8 Prozent oder 44 Dollar auf wieder 604 Dollar nach oben. 

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