„Wir schreiben nicht für den Shop“

Publishing Eines der erfolgreichsten Beiboote im deutschen Web: Im Juni startete Bild-Digital das Fashion- und People-Portal Stylebook. Bereits im Januar erreichte die Site dank kräftiger Traffic-Unterstützung von Bild.de 1,6 Mio. Unique User. Mit MEEDIA spricht Chefredakteur Manfred Hart über die Gründe für den Erfolg, die nächsten Ausbaustufen und warum es erst einmal keine weitern Beiboote geben wird: "Durch den Erwerb der Fußball-Bundesliga-Rechte liegt unser Fokus aber jetzt auf Bild.de und dem Sport."

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Stylebook ist gleich in zwei Bereichen ein spannendes Experiment. Erstens: Zum ersten Mal versucht sich eine eigentlich reine Nachrichten-Redaktion wie Bild.de an einem frauenlastigen Mode- und People-Angebot – und das mit Erfolg. In der aktuellen IVW-Auswertung für den März kommt Stylebook.de auf 4,22 Millionen Visits. Das sind bereits mehr als Gala.de (4,02 Mio. Visits) erreichte. Die Bunte kommt dagegen auf 10,91 Millionen. Zweitens: In der Vermarktung erreicht das Angebot mit Chanel, Prada und Tiffany Marken, die Bild digital sonst nie hätte ködern können.


Stylebook setzt auf opulente Optiken

Was bietet Stylebook, was es vorher im deutschen Web noch nicht gab?
Mit Stylebook.de bieten wir das erste Online-Lifestyle-Magazin, das jeden Tag topaktuelle Star- und Fashion-Geschichten erzählt – journalistisch hochwertig, mit Blick auf die neuesten Trends aus Mode und Beauty. Dazu liefern wir unseren Usern gleich den passenden Nutzwert, zum Beispiel mit der Rubrik "Get the Look", mit der die Userinnen ein ausgewähltes Promi-Outfit nachkaufen können.
Glauben Sie, dass Sie die Konkurrenten seit dem Start ganz schön aufgeschreckt haben?
Stylebook.de hat sich nur kurz nach Start sehr erfolgreich entwickelt, mischt jetzt schon mit einer Reichweite von fast 1,6 Millionen Unique Usern in den Top Ten der Online-Frauenportale mit und hat bekannte Marken überholt.
Wie hat die Konkurrenz auf Stylebook reagiert?
Die meisten waren wohl überrascht, weil sie ein solches Angebot nicht von Bild digital erwartet hätten.
Stylebook ist jetzt seit 10 Monaten online. Welche Entwicklungen haben Sie seit dem Start am meisten überrascht?
Mit einem so schnellen Erfolg und Wachstum haben wir, offen gestanden, nicht gerechnet – das hat unsere Erwartungen übertroffen.
Welche haben Ihnen gar nicht gefallen?
Wir haben am Anfang mit verschiedenen Schwerpunkten und Themenmischungen gespielt, um herauszufinden, was jungen Frauen am besten gefällt. Jetzt fokussieren wir uns deutlich auf Stars und Fashion – die beliebtesten Themen unserer Nutzerinnen.
Wie wichtig ist noch der Traffic, der von Bild.de zu Stylebook umgeleitet wird?
Als Chefredakteur von Bild.de und Stylebook.de finde ich es nur logisch, dass wir die Inhalte von Stylebook.de auch im Lifestyle-Angebot von Bild.de integrieren und damit bewusst Aufmerksamkeit auf unsere junge Marke lenken. Trotz der guten Entwicklung wollen wir natürlich noch bekannter werden und weiterwachsen. Deshalb werden wir auch künftig auf möglichst vielen anderen Kanälen junge Frauen – und den ein oder anderen modeinteressierten Mann – ansprechen, sei es über Facebook, Twitter oder Pinterest.
Arbeitet die Stylebook-Redaktion unabhängig oder schreiben die Kollegen von Bild.de zwischendurch auch einfach die Mode und Klatsch-Site?
Wir haben für Stylebook.de ein eigenes Team. Wir nutzen aber auch Synergien mit der Bild Unterhaltung und selbstverständlich gibt es auch Redakteure, die ab und zu für Stylebook.de eine Geschichte machen. Nur: Stylebook.de folgt einem anderen Konzept als Bild und spricht für andere Nutzerinnen auch eine andere Sprache.
Immer mehr Print-Projekte (Hot, Season) setzten auf den Online-Verkauf von Produkten, die im Heft zu sehen sind. Auch bei Stylebook kann man Produkte kaufen, die Teil der redaktionellen Berichterstattung sind. Wie läuft dieses Geschäft und glauben Sie, dass dies ein Business mit Zukunft ist?
Ich bin Journalist, zuständig für die redaktionellen Inhalte. Als Redaktion schreiben wir über neue Looks und kommentieren neue Trends der Promis. Aber wollen nicht viele Frauen den gleichen Look und Style wie ihre Idole kaufen? Deshalb bieten wir den Service "Get the Look" gleich dazu. 75 Prozent unserer Nutzerinnen mögen das. Aber um es deutlich zu sagen: wir schreiben nicht für den Shop, sondern der Shop liefert den passenden Style zu unseren Inhalten.
Wird es irgendwann auch eine Print-Version von Stylebook geben?
Wir konzentrieren uns auf den weiteren digitalen Ausbau.

Die neue Kolumne von Katja Kessler
Was sind die nächsten Ausbaustufen von Stylebook?
Wir haben gerade Katja Keßler als Kolumnistin gewonnen. Sie schreibt die coolste Kolumne im Netz, ein völlig neues interaktives Unterhaltungsformat, das es so noch nicht gibt. Und seien Sie sicher, es wird noch viel Neues geben!
Neben Stylebook hatte Bild Digital noch ein paar weitere Beiboote in Planung. Wann lassen sie das nächste zu Wasser und welches ist es?
Das Team rund um Bild digital ist sehr kreativ, lassen Sie sich überraschen. Durch den Erwerb der Fußball-Bundesliga-Rechte liegt unser Fokus aber jetzt auf Bild.de und dem Sport.

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