Computer Bild-Proteste auch im Social-Web

Publishing Erst haben die Redakteure der Computer Bild - ganz altmodisch – via Brief versucht zu verhindern, dass die Technik-Titel aus der Axel Springer AG in eine eigenständige GmbH verlagert werden. Sie schrieben an ihren CEO Mathias Döpfner. Seitdem er die Forderung via E-Mail ablehnte, weiteten die CoBi-Mitarbeiter ihre Proteste aus und kämpfen mittlerweile auf allen Social-Media-Kanälen. Offenbar ein neuer Journalisten-Trend: Auch die Kollegen von der NYT protestieren gerade via YouTube.

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Erst haben die Redakteure der Computer Bild – ganz altmodisch – via Brief versucht zu verhindern, dass die Technik-Titel aus der Axel Springer AG in eine eigenständige GmbH verlagert werden. Sie schrieben an ihren CEO Mathias Döpfner. Seitdem er die Forderung via E-Mail ablehnte, weiteten die CoBi-Mitarbeiter ihre Proteste aus und kämpfen mittlerweile auf allen Social-Media-Kanälen. Offenbar ein neuer Journalisten-Trend: Auch die Kollegen von der NYT protestieren gerade via YouTube.
In New York kämpfen die Angestellten der besten Tageszeitung der Welt gegen die Pläne des Managements, die Pensions-Regelungen der Mitarbeiter zu ändern. Dagegen wehren sich jetzt die Star-Autoren und –Kolumnisten der NYT mit Hilfe eines YouTube-Videos.

Der Video-Protest der New York Times-Mitarbeiter
Auch die Mitarbeiter der Computer Bild haben einen Protest-Clip auf der Video-Plattform hochgeladen. Und auch wenn er in seiner ganzen Machart sehr stark nach Gewerkschaftsromantik aussieht, ähneln sich die Argumente der Times-Mitarbeiter aus New York und der Technik-Redakteure aus Hamburg. Denn dies- oder jenseits des Atlantiks haben die Journalisten das Gefühl, dass der Verlag vergessen hat, dass sie die Titel groß gemacht haben und das noch immer die Inhalte das wichtigste Asset jedes Magazins oder jeder Tageszeitung sind. Zudem erinnern beide an alte Aussagen der Verlage, die genau dies bestätigen.

Video vom Warnstreik der Computer Bild-Mitarbeiter
Passend zu der hohen Technik-Affinität der Computer Bild versuchen die Springer-Mitarbeiter möglichst auch viele Mittel des Social-Webs zu nutzten und so eine möglichst große Öffentlichkeit herzustellen. So gibt es mittlerweile Protestseiten bei Google+ oder auch Facebook.

Facebook-Seite gegen die Ausgliederung
Eine ähnliche Taktik hatte bereits die WAZ-Belegschaft mit ihrem Protestblog angewandt. Mit Hilfe eines Weblogs versuchten die Angestellten der NRW-Tageszeitungen, eine möglichst bundesweite Öffentlichkeit für ihren Kampf gegen das damalige Sanierungskonzept der Schickler-Gruppe zu erreichen. In Essen gelang es am Ende, den WAZ-Umbau ohne betriebsbedingte Kündigungen umzusetzen. Welchen Einfluss das Blog auf dieses Ergebnis hatte, lässt sich nicht klären.

Auch via Google+ informieren die Computer Bild-Mitarbeiter
Ob mit oder ohne Social Media. Im Streit zwischen den Computer-Bild-Mitarbeitern und dem Verlags-Management scheinen derzeit die Fronten sehr verhärtet. Ob sich diese auch mithilfe von Facebook, YouTube und Google+ aufweichen lassen, bleibt abzuwarten.

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