DJV zum Hass-Video gegen Journalisten

Publishing Ein Hass-Video gegen zwei Journalisten von Tagesspiegel und Frankfurter Rundschau, das zeitweise auf dem Videoportal YouTube zu sehen war, sorgt weiter für Wirbel. Der Deutsche Journalisten Verband verurteilt das Video und fordert Journalisten auf, sich nicht einschüchtern zu lassen. Auf dem Video soll eine Computerstimme die Namen zweier Journalisten genannt haben und diese beschimpft und bedroht haben, weil sie kritisch über die Koran-Verteilungsaktion “Lies!” berichteten.

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Die beiden Journalisten von Tagesspiegel und Frankfurter Rundschau seien in dem Video als Affen und Schweine beschimpft worden. Es wurde gedroht, dass man Adressen, Handynummern und andere Informationen über die Journalisten besitze. Wörtlich hieß es laut “Welt Online”: "Wir besitzen eine Menge an Daten von dir, zum Beispiel wissen wir, wo du wohnst, wir kennen deinen (Fußball-)Verein, wir besitzen deine Mobilfunknummer." Weitere Namen würden zu einem anderen Zeitpunkt offengelegt.

Das Video bereits wurde von YouTube entfernt. Laut Welt werden die beiden bedrohten Journalisten von Sicherheitsbehörden betreut. Auch der Deutsche Journalisten Verband hat sich mittlerweile in der Sache zu Wort gemeldet. Der DJV-Vorsitzende Michael Konken sagte: „Kritische Berichterstattung gehört zum Kern der demokratischen Gesellschaft. Das müssen auch religiöse Eiferer akzeptieren.“ Er forderte Journalisten auf, wachsam zu sein und sich nicht einschüchtern zu lassen: „Journalisten lassen sich nicht vorschreiben, über welche Themen sie wie berichten.“

Hintergrund des Vorfalls ist die Aktion “Lies!”, bei der in deutschen Städten kostenlos Ausgaben des Koran verteilt werden. Kritiker sehen darin eine Propagandaaktion von radikal-islamischen Salafisten-Gruppen.

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