VZ-Netzwerke verlieren weitere 21 Mio. Visits

Publishing Vor einem Monat konnten die VZ-Netzwerke etwas durchatmen - ihre IVW-Zahlen fehlten aus technischen Gründen. Doch nun gibt es neue Daten, die eine weitere Eskalationsstufe zeigen: In nur zwei Monaten verlor das Trio aus MeinVZ, SchülerVZ und StudiVZ weitere 21 Mio. Visits und wurde mit 53,0 Mio. von Platz 9 auf 15 durchgereicht. Direkt davor gibt es einen Neueinsteiger im IVW-Ranking: Spieleportal Bigpoint.com katapultierte sich mit 53,4 Mio. Visits auf Platz 14. Vorn bleibt T-Online vor eBay.

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Wie dramatisch die Situation bei den VZ-Netzwerken ist, zeigt ein Vergleich: Vor einem Jahr verfügte das Trio noch über 265,9 Mio. Visits, nun sind es nur noch 53,0 Mio. – ein unglaubliches Minus von mehr als 80%. Zwar finden sich die VZ-Netzwerke mit 53,0 Mio. Besuchen noch auf Platz 15 des IVW-Angebots-Rankings, doch vor zwei Monaten war es noch Rang 9. Und sollte sich die Abwärtstendenz nicht endlich etwas abschwächen, werden schon im April weitere Plätze verloren gehen. Besonders bitter: Auch der deutsche Konkurrent wer-kennt-wen.de liegt nun vor dem VZ-Trio – mit 60,4 Mio. zu 53,0 Mio. Visits. Den Satz "Sei dabei in Deutschlands größtem sozialen Netzwerk" müsste das Unternehmen nach IVW-Zahlen nun also von den Startseiten der drei Netzwerke streichen.

Geschlagen wurden die VZs auch vom stärksten Neueinsteiger des Monats. Spieleportal Bigpoint.com lässt seine Zahlen nun auch von der IVW messen – starke 53,4 Mio. Visits und Platz 14 sind das Ergebnis des Debüts. Ganz vorn bleibt aber recht unangefochten das Konglomerat der unterschiedlichen Websites aus dem Hause T-Online, dahinter folgen eBay und Bild.de. Während die Nachrichtenbranche im März Traffic verloren hat, sieht es insgesamt nicht so schlecht aus. Die Mehrheit der Top 50 und auch des Gesamt-Rankings konnte sich gegenüber dem Februar verbessern.

Verloren haben auf den ersten 25 Plätzen abgesehen von den Nachrichten-Angeboten Bild.de, Focus Online und Süddeutsche einzig Windows Live, ProSieben Online, wer-kennt-wen.de, wetter.com, MyVideo – und wohl die VZ-Netzwerke, deren Februar-Zahlen ja aus technischen Gründen nicht korrekt gemessen werden konnten. Am deutlichsten zulegen konnten hier prozentual gesehen Sport1, kicker online, gutefrage.net und mobile.de.

Größter prozentualer Verlierer auf den Rängen 26 bis 50 ist wie in der ersten Hälfte der Top 50 eine Wetter-Website: WetterOnline gingen 10,8% der Februar-Visits abhanden. Ebenfalls deutlich nach unten ging es für SpielAffe und stern.de. Stark zulegen konnte hingegen das netzathleten network mit einem Plus von 15,6%, sowie Das Örtliche mit 9,2% und der Motor-Talk mit 6,0%.

Die beiden Wetter-Verlierer finden sich auch in der Absteiger-Top-5 des Monats: wetter.com auf 1 und WetterOnline auf 4. Ebenfalls dabei: ProSieben Online auf dem zweiten Platz, Windows Live auf 3 und wer-kennt-wen.de auf 5. Wahrscheinlich wären auch die VZ-Netzwerke prominent in diesem Ranking vertreten, doch wie erwähnt ist hier kein Vormonats-Vergleich möglich.

Die Top 5 der größten Aufsteiger wird von drei Giganten angeführt: T-Online, eBay und Yahoo. Dahinter folgen mit dem Videoportal Videovalis und dem vertikalen Netzwerk planet of tech zwei kleinere Anbieter, die sich deutlich verbessert haben.

Die Top 5 der New Entries wird natürlich von Bigpoint.com dominiert. Gegen die 53,4 Mio. Visits kam niemand an. Immerhin mehr als 1 Mio. Besuche generierten Testsieger.de und AdVice, deutlich unter dieser Marke landeten die IVW-Neulinge Doolao und Radio Bob!.

Im Vermarkter-Ranking gibt es diesmal auf den ersten Blick einen riesigen Gewinner: iq digital media marketing. Allerdings hat das Plus von 41,6% natürlich damit zu tun, dass es im Februar keine Zahlen der VZ-Netzwerke gab. Die beiden einzigen Verlierer der Top Ten heißen SevenOne Media und Tomorrow Focus – sie büßten 1,2% bzw. 0,5% ein.

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