So trickst die ARD bei “Gottschalk Live”

Fernsehen Im Internet ist eine neue Diskussion rund um die ARD-Vorabendshow “Gottschalk Live” entbrannt: Wie live ist “Gottschalk Live”. In der Woche vor Ostern wurde die Sendung wegen der nach wie vor laufenden Umbauarbeiten an Technik und Studio aufgezeichnet. Allerdings wirkte auch die erste Sendung nach Ostern - mit Bud Spencer und Turn-Oma Johanna Quaas - geschnitten. Kein Wunder: Es handelte sich um einen Zusammenschnitt zweier verschiedener Sendungen.

Werbeanzeige

Das Gespräch mit Haudrauf-Legende Bud Spencer war schon länger aufgezeichnet, wie ein Sprecher von “Gottschalk Live” gegenüber MEEDIA bestätigte. In der vergangenen Woche habe sich das Gespräch mit Gottschalk-Spezi Günther Jauch dann so gut entwickelt, dass man sich spontan entschied, den Jauch-Gottschalk-Talk für die komplette Sendung zu nehmen und den zweiten für Donnerstag geladenen Gast, Turn-Oma Johanna Quaas, mit dem bereits aufgezeichneten Bud-Spencer-Gespräch zusammenzumontieren. Mit einer Live-Sendung hat das freilich rein gar nichts mehr zu tun.

Damit die Zuschauer davon möglichst nichts merken, zog sich Thomas Gottschalk nach dem Gespräch mit Günther Jauch um und legte die gleichen Kleider an wie während des älteren Talks mit Bud Spencer. Die Bild-Regie vermied außerdem die Totale, damit nicht auffällt, dass in der Sendung zwei verschiedene Schreibtische zu sehen sind: der alte aus Aluminium und der neue, moderne Schreibtisch.

Eine Sendung – zwei Schreibtische: oben der neue Schreibtisch beim Talk mit der Turn-Oma. Unten der alte Alu-Schreibtisch beim Talk mit Bud Spencer
Den Zuschauern ist das wilde Geschnippsel natürlich trotzdem aufgefallen und in den Kommentaren der “Gottschalk Live”-Facebook Seite stapeln sich Kommentare, in denen gefragt wird, ob nun live oder aufgezeichnet gesendet wird. Die Fragen werden von der Redaktion bislang ignoriert. Laut Auskunft der “Gottschalk Live”-Redaktion gegenüber MEEDIA werde wahrscheinlich auch künftig nicht mehr live gesendet, sondern weiterhin aufgezeichnet. Der Grund: Dann können die Werbe- und Wetterpausen genauer abgepasst werden. Außerdem kam es in den echten Live-Sendungen des öfteren vor, dass der Sponsor Haribo am Ende abgeschnitten wurde, weil Gottschalk einige Sekunden zu lange geredet hat. So etwas wird dann richtig teuer.

Vielleicht sollte man einfach überlegen, den Zusatz “Live” aus dem Namen der Sendung zu streichen.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige