„Tatort“ trifft auf „Schweigen der Lämmer“

Fernsehen Die Produktion hat schnell viel gelernt. Denn der zweite Teil der „Tatort“-Doppelfolge macht dieses Mal viele Dinge richtig, mit denen die erste Folge am gestrigen Sonntag noch kräftig zu kämpfen hatte: der Film ist viel spannender, die Story nimmt wieder mehr Platz ein und die gemeinsamen Szenen zwischen den beiden Ermittler-Teams sind deutlich zurückgenommener. Aber auch diesmal ermitteln Ballauf und Schenck aus Köln zusammen mit Saalfeld und Keppler aus Leipzig.

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Nur dass im heutigen Film „Ihr Kinderlein kommet“ die Kollegen aus der Sachsen-Metropole das Duo aus der Dom-Stadt besuchen.

Den aktuellen Fall durchweht diesmal ein Hauch von „Das Schweigen der Lämmer“: In Köln treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Auf einem Schrottplatz und im Kofferraum eines Autos wird ein Fingerabdruck der in Leipzig vermissten Anna gefunden. Zudem entdecken die Ermittler im Rhein, wo im ersten Teil die ermordete Stella gefunden wurde, weitere Mädchenleichen.

Schnell ist auch den TV-Detektiven klar: Ein Mörder, der es auf junge Mädchen abgesehen hat und dabei einen grausamen Ritual folgt, ist in der Dom-Stadt aktiv. Alle Anzeichen deuten zudem darauf hin, dass der Täter auch die in Leipzig verschwundene Anna in seiner Gewalt hat. Also rufen Ballauf und Schenk ihre Leipziger Kollegen zur Unterstützung.

Für Neueinsteiger, also Zuschauer, die den ersten Teil nicht gesehen haben, wird es allerdings nicht ganz einfach, alle Zusammenhänge im Kölner „Tatort“ zu verstehen.

Der zweite Teil Doppel-„Tatort“ zeigt umso mehr, wie viel Potenzial in der Idee steckt, die längst eingeführten und oftmals in ihren Stereotypen fast erstarrten TV-Detektive einmal aufzufrischen. Spannend wäre es zu wissen, was passieren würde, wenn es extremere Charaktere aufeinandertreffen. Jeder „Tatort“-Fan würde es wohl gerne einmal sehen, wenn die Chaoten aus Münster auf den wahnsinnigen Ulrich Tukur aus Wiesbaden treffen. Oder der eigenbrötlerische Kieler Ermittler (Axel Milberg) auf das ungleiche Duo aus Frankfurt. Dann würde es vielleicht tatsächlich mal wieder in einem „Tatort“ so richtig knistern, bis die Funken sprühen.

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