Groupon: Wall Street reagiert entsetzt

Es ist der vorläufige negative Höhepunkt einer eher problematischen Beziehungen zu Bilanzstandards: Groupon gerät nach dem Revisions-Eingeständnis vom vergangenen Freitag an der Wall Street gnadenlos unter Feuer. Analysten senken reihenweise den Daumen, die Aktie erleidet mit einem Minus von 17 Prozent den größten Kurseinbruch seit dem Börsendebüt vor fünf Monaten. Doch das ist noch nicht alles: Die Börsenaufsicht SEC will den Vorfall nun untersuchen.

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Es ist der vorläufige negative Höhepunkt einer eher problematischen Beziehungen zu Bilanzstandards: Groupon gerät nach dem Revisions-Eingeständnis vom vergangenen Freitag an der Wall Street gnadenlos unter Feuer. Analysten senken reihenweise den Daumen, die Aktie erleidet mit einem Minus von 17 Prozent den größten Kurseinbruch seit dem Börsendebüt vor fünf Monaten. Doch das ist noch nicht alles: Die Börsenaufsicht SEC will den Vorfall nun untersuchen. Wird es eng für CEO Andrew Mason?

Minus 17 Prozent: Das ist die Antwort der Wall Street auf die irritierende Bilanz-Revidierung von Groupon. Das Schnäppchenportal musste am Freitag nach Handelsschluss völlig überraschend eingestehen, dass die Verluste im Weihnachtsquartal höher und die Umsätze niedriger ausgefallen waren. 
Die Reaktion folgte bereits Freitag im nachbörslichen Handel mit Kursverlusten von bis zu zehn Prozent. Doch nach dem Wochenende reagierten Anleger noch unversöhnlicher, als die Research-Abteilungen der Investmentbanken reihenweise den Daumen senkten und die Kursziele einkassierten. Merrill Lynch etwa erklärte, die Bilanz-Überarbeitungen würden das Anlegervertrauen schwächen. 
SEC untersucht Bilanzunregelmäßigkeiten
Das kann man wohl nach dem heftigsten Kurseinbruch seit dem Börsendebüt im vergangenen November sagen. Der Herabstufungsreigen kostete das Schnäppchenportal mehr als eine Milliarde Dollar an Börsenwert. Bei nur noch rund 15 Dollar ist die Groupon-Aktie nur noch wenige Prozent von ihrem bisherigen Allzeittief entfernt. 
Doch das könnte vielleicht heute getestet werden, denn nach Handelsschluss rissen die schlechten Nachrichten nicht ab. Wie das Wall Street Journal vermeldete, wird die US-Börsenaufsicht SEC Groupons Bilanzrevidierung nun untersuchen. Noch sei die Sache in einem frühen Stadium, berichtet das Murdoch-Blatt, die SEC habe daher noch keine formale Ermittlung eingeleitet. 
Dennoch ist der Image-Schaden immens, nachdem Groupon bereits im Zuge der Börsenzulassung kritisch von der SEC beäugt und den Börsenprospekt mehrfach überarbeiten musste. Der Business Insider spekuliert als Folge bereits darüber, dass die Bilanzierungsunregelmäßigkeiten CEO Andrew Mason den Jobs kosten könnten. 

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