Griechische Justiz spricht Focus frei

Publishing Der Focus hat doch niemanden in Griechenland gekränkt – zumindest nicht in justiziabler Art und Weise. Zu diesem Schluss kam ein Athener Gericht, das über die Frage entscheiden musste, ob ein Titelbild des Münchner Nachrichtenmagazins Griechenland beleidigt habe. „ Das ist ein Erfolg für die Pressefreiheit, wobei wir gerne darauf verzichtet hätten, ihn erringen zu müssen – denn die Anklage war in unseren Augen eine Farce“, kommentiert ein Focus-Sprecher den Richterspruch.

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In München ist man der Meinung, dass alles andere als ein Freispruch höchst verwunderlich gewesen wäre. „Wir freuen uns, dass der griechische Rechtsstaat einen Beleg seiner Funktionsfähigkeit geliefert hat.“

Das umstrittene Focus-Cover

Objekt des Streits ist der Titel vom 22. Februar 2010, auf dem die Statue der Venus von Milo zu sehen ist. Das Bild ist allerdings derart bearbeitet, dass die Venus dem Betrachter ihren Stinkefinger zeigt. Die Zeile lautete "Betrüger in der Euro-Familie – Bringt uns Griechenland um unser Geld?". Der Story bezog sich auf den Umstand, dass die Regierung in Athen jahrelang falsche Zahlen nach Brüssel gemeldet haben soll.

Wegen der Titelgeschichte waren insgesamt sechs deutsche Journalisten, darunter den ehemaligen Focus-Chefredakteur und heutigen Herausgeber Helmut Markwort angeklagt gewesen.

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