ORF-Journalisten räumen Webvideopreise ab

Publishing Österreichische TV-Journalisten waren die großen Triumphatoren beim zweiten deutschen Webvideopreis, der am Samstagabend in Düsseldorf verliehen wurde. Das Protestvideo zahlreicher ORF-Redakteure gegen die Neubestezung von Stellen nach Parteibuch hat alle drei Siegchancen genutzt, u.a. in der wichtigsten Jury-Kategorie "Epic". Den entsprechenden wichtigsten Preis des Publikums gewann eine Real-Film-Parodie des Videospiels "Grand Theft Auto, die damit zwei Preise gewann.

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Die Verleihungs-Show selbst hat im Vergleich zur Premiere, die 2011 in Essen stattfand, einen großen Sprung Richtung Professionalität gemacht, ohne aber ihren Charme einzubüßen. Rund 500 Gäste sahen sie laut Verantalter im schönen Düsseldorfer Savoy-Theater. Nach einigen Tonproblemen bei einem Einspieler des Oberbürgermeisters Dirk Elbers zu Beginn moderierte der von seiner Youtube-Interview-Reihe Clixoom bekannte Christoph Krachten weitgehend reibungslos und routiniert durch die von ihm so genannte "Ungala".

Ungewöhnlich war die Verleihung in der Tat. Sämtliche Nominierte und die Jury nahmen nach und nach auf alten Sofas und Sesseln auf der Bühne platz. Eine weitere nette Idee, an der sich Verleihungen wie der Fernsehpreis durchaus ein Beispiel nehmen könnten: Auf jedem Platz im Publikum stand eine Tüte mit kleinen Snacks und Getränken. Der Standardsatz aus Dankesreden nach stundenlangen Awards-Shows, man würde sich nun kurz fassen, damit endlich alle ans Büffet können, fiel somit nicht – jeder hatte ja etwas zu essen.

Größter Abräumer waren wie gesagt die ORF-Journalisten des Aktuellen Dienstes mit ihrem Protestvideo für die Unabhängigkeit des ORF von Parteien. Es gewann sowohl den Jury- und den Publikumspreis in der Kategorie IMHO, als auch den wichtigsten Preis der Jury – den in der Gesamtkategorie Epic. Dieter Bornemann und Fritz Wendl nahmen die drei Preise begeistert entgegen. Dass das Video allerdings gleich dreimal gewann, ist etwas schade. Natürlich ist es wegen der Aussage und dem Kampf für Pressefreiheit ein wichtiger Beitrag gewesen, doch vom Video-technischen war es wenig innovativ und einfach altmodisch.

Jeweils zwei Preise gewann die "Grand Theft Auto"-Parodie von Y-Titty feat. Gronkh, sowie das "Light Painting Video" von Lichtfaktor und denizen, das Jury- und Publikumspreis in der Kategorie AAA erhielt. Alle Gewinner des Deutschen Webvideopreises 2012 im Überblick:

Kategorie Epic / Video des Jahres:
Jury:  Das Protest-Video – ZiB-Redaktion 
Publikum: GTA 5 Real Life Grand Theft Auto  -Y-Titty feat. Gronkh

Kategorie AAA:
Jury: Light Painting Video – Lichtfaktor – denizen
Publikum: Light Painting Video – Lichtfaktor – denizen 

Kategorie FAQ/RTFM:
Jury: Ratingagenturen einfach erklärt – explainity
Publikum: Lena – Maybe enthüllt – Klaus Kauker

Kategorie FYI:
Jury: Schuld. Die Barbarei Europas – Zentrum für politische Schönheit
Publikum: Mad World – Pete Schilling

Kategorie IMHO:
Jury: Das Protest-Video – ZiB-Redaktion
Publikum: Das Protest-Video – ZiB-Redaktion

Kategorie Let’s Play:
Jury: Kohle Metal –  Rahmschnitzel feat. Gronkh
Publikum: GTA 5 Real Life Grand Theft Auto  -Y-Titty feat. Gronkh

Kategorie LOL:
Jury: Bakery Warfare – Breadman Rises (JotesCreations)
Publikum: Werbeparodien – Ruthe.de

Kategorie Newbie:
Jury: Agent M und der magische Hacky Sack
Publikum: Bruno Mars – It will rain (Parodie) – Twilight Song – Toastbrot (Die Lochis)

Kategorie OMG:
Jury: The Bollywood Moviestar
Publikum: Der Tischdeckentrick – Teil 1-4 – Michel & Sven

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