Zehn No-Gos beim Vorstellungsgespräch

Die Bewerbungsmappe ist ordentlich zusammengestellt. Der Anzug sitzt. Und pünktlich zum Gespräch mit dem Chef ist man auch erschienen. Und doch ist nichts aus dem erhofften Job geworden. Rund um das Bewerbungsgespräch lauern allerlei Fallen und Fettnäpfchen, die man nur allzu gerne umschiffen möchte. MEEDIA hat die Top Ten der größten Pannen beim Gespräch mit dem potenziellen Chef zusammengetragen und verrät, wie Sie sich Ihrem Gegenüber gut präsentieren.

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Interessierte Unwissenheit: "Was stellen Sie denn eigentlich so her?"
Fragen zu stellen, ist nicht verboten im Bewerbungsgespräch. Im Gegenteil: Sie wirken dadurch interessiert und motiviert. Allerdings sollten Ihre Fragen nicht Unwissen versprühen. Das Erkundigen nach Betätigungsfelder der Firma, bei der Sie sich um eine Stelle beworben haben, sollten Sie sich verkneifen. Im Gegenteil: Es zeigt schlicht, dass Sie mies vorbereitet sind. Im schlimmsten Fall stellt der Chef Ihnen diese Frage, und Sie sind nicht vorbereitet. Vorbereitung ist hier alles.

Grundlose Ehrlichkeit: "Mein Ex-Boss war ein Penner"
Man geht nicht immer im Guten auseinander. Und nicht jeder Angestellte hat ein gutes Verhältnis zu seinem Chef bzw. Ex-Chef. Der Verdruß über das frühere Arbeitsverhältnis sollte allerdings kein Anlass sein, beim Bewerbungsgespräch über den alten Brötchengeber zu lästern. Das wirkt unprofessionell und wirft ein schlechtes Bild auf Ihre Arbeitsmoral.

Unnötige Schwäche: "Beim Gehalt bin ich flexibel"
Sind Sie bei der Zahlung Ihrer Miete flexibel? Bei den Raten fürs Auto? Oder die Versicherung? Nein? Warum sollten Sie es dann bei Ihrem Gehalt sein? Sprechen Sie umissverständlich über Ihre Gehaltsvorstellungen. Nur dann kann Ihr Gegenüber auch einschätzen, ob er Sie dauerhaft durch eine angemessene Bezahlung an das Unternehmen binden kann.

Deplatziertes Engagement: "Die anderen Jobs hören sich toll an"
Wenn Sie sich für ein Stelle beworben haben, dann sollten Sie auch nur darüber mit Ihrem Chef in spe reden. Auch wenn das Unternehmen weitere interessante Stellen ausschreibt. Ansonsten wirkt es so, als ginge es Ihnen schlicht um irgendeinen Job. Und nicht um den ausgeschriebenen Posten.

Gespielte Coolness: "Fragen habe ich keine"
Womit wir wieder bei Punkt 1 wären. Fragen zu stellen, ist durchaus angebracht im Bewerbungsgespräch. Wenn sie denn ein Beweis dafür sind, dass Sie sich wirklich für die Stelle und die Meinung Ihres potenziellen Vorgesetzten zu bestimmten Detailfragen interessieren. Falls Ihr Gegenüber also fragt, ob noch Klärungsbedarf besteht, sollte die Antwort darauf nicht “Nö” lauten.

Peinliche Verzweiflung: "Ich brauche diesen Job"
Eine Stelle sollten in den Augen des Arbeitgebers derjenige bekommen, der am besten für die Stelle geeignet ist. Und nicht der, der am dringendsten das Geld braucht. Also machen Sie sich nicht unnötig klein, weil Sie auf das Geld angewiesen sind. Das bringt nicht nur Sie, sondern auch Ihr Gegenüber beim Gespräch in eine unangenehme Lage.

Unaufgeforderte Forderungen: "Wie schaut es denn aus mit Boni aus?"
Bevor Sie etwas einfordern, sollten Sie erst einmal unter Beweis stellen, dass Sie es sich verdient haben. Wenn Sie sich schon beim Bewerbungsgespräch über Boni-Programme und Mitarbeitervergüngstigungen informieren, wirkt das einfach nur gierig. Warten Sie damit, bis Sie im Unternehmen erste Erfolge vorweisen können.

Gespielte Überlegenheit: "Ich habe keine Schwächen"
Jeder macht Fehler. Und man kann nicht in allem perfekt sein. Also geben Sie auch nicht in einem Bewerbungsgespräch vor, ein Perfektionist zu sein. Das wirkt allenfalls arrogant, aber keineswegs beeindruckend. Sprechen Sie lieber offen über Ihre Stärken und erklären, an Ihren Schwächen zu arbeiten. Das wirkt authentisch.

Unangemessene Sprache: Achten Sie auf Ihre Wortwahl
Umgangssprache hat beim Vorstellungsgespräch nichts verloren. Sie sollten nicht salopp wirken, sondern konzentriert und professionell. Vermeiden Sie also Slang-Ausdrücke, Insider-Abkürzungen oder Ähnliches.

Ungewohnt offen: "Und damals im Ferienlager…"
Bei einem Job-Interview geht es, wie der Name schon verrät, darum, Sie besser kennenzulernen – aus Jobsicht. Erzählen Sie also nicht Ihre Lebensgeschichte nach, wenn Ihr Gegenüber Sie um ein paar Informationen zu Ihrer Person bittet. Konzentrieren Sie sich auf wichtige Passagen aus Ihrem Berufsleben und klären Sie eventuelle Lücken im Lebenslauf auf.

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