Studie: Was News-Apps kosten dürfen

Publishing Laut einer Studie des BDZV sind die deutschen Tablet-Nutzer bereit, für Zeitungs-Apps knapp 10 Euro im Monat auszugeben. Schon mehr als die Hälfte aller iPad-Nutzer nutze täglich die digitalen Zeitungsangebote der Verlage. Der Großteil der Befragten spricht sich für eine Kombination aus Print- und App-Angebot aus. Eine Nielsen-Studie aus den USA soll indes belegen, dass die Deutschen Paid Content-Muffel sind. Immerhin: Für Nachrichtenangebote ist die Zahlungsbereitschaft vergleichsweise hoch.

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Laut der Studie "Was Nutzer wollen" vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der dpa-infocom sind deutsche Nutzer bereit, für eine täglich aktualisierte Nachrichten-App "mit Zeitungscharakter" bis zu 9,60 Euro im Monat auszugeben. Der optimale Preis liege bei 9,20 Euro, die untere Preisgrenze bei 4,55 Euro. Im Gegensatz dazu liege der optimale Markteinführungspreis für eine wöchentlich aktualisierte App mit "Magazincharakter" demnach bei 7,50 Euro pro Monat. In der Studie, für die knapp 3.300 Nutzer von Zeitungswebsites befragt wurden, heißt es: "Die Befragung zeigt deutlich, dass bei Nutzern eine prinzipielle Ausgabebereitschaft für Verlagsangebote vorhanden ist." Weiter heißt es, dass davon auszugehen ist, "dass bei den Preisen noch deutliches Entwicklungspotenzial vorhanden ist."
Mehr als die Hälfte der iPad-Besitzer, 52 Prozent, nutzen bereits täglich oder fast täglich eine Zeitungs-App. 63 Prozent der angehenden Tablet-Besitzer wollten zukünftig Nachrichtenangebote digital nutzen.
Außerdem zeigt die Befragung, dass sich 82 Prozent der Befragten neben reinen Tablet-Angeboten ein kombiniertes Abonnement aus Print und App wünschen. Dabei erwarteten sie "gute Texte mit einem lokalen beziehungsweise regionalen Fokus … sowie eine klare und einfache Navigation." Diese Aspekte seien wichtiger als Infografiken, Videobeiträge, interaktive Anwendungen oder Weltnachrichten".
Eine Nielsen-Studie zeigt derweil, dass die deutschen Tablet-User im internationalen Vergleich eher Paid Content-Muffel sind. Im Ausgeben für Bezahl-Inhalte sind sie in sämtlichen Kategorien von Musik über Filme bis zu Radio und Sport das Schlusslicht. Bezahl-Spitzenreiter sind laut der Nielsen-Analyse die Amerikaner und die Italiener. Immerhin: Von allen Inhalte-Kategorien geben deutsche Tablet-Besitzer den Großteil ihres Budgets offenbar für Nachrichtenangebote aus: 15 Prozent der Befragten gaben an, dass sie schon einmal für digitale Nachrichten bezahlt haben.

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