Burda hat Lust auf mehr Xing

Publishing Hubert Burda Media hat sich eine Kaufoption auf weitere 9,58 Prozent der Anteile am Karriere-Netzwerk Xing gesichert. Bislang hält das Medienunternehmen 29,7 Prozent am Portal. Was Burda mit der Option vorhat, ist unklar und wird nicht kommentiert. Zöge Burda die Option, müsste Burda laut WirtschaftsWoche allen Xing-Aktionären ein Übernahmeangebot machen. Offenbar haben die Münchner keine Angst vor einem StudiVZ-Effekt.

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Wenn Burda die Kaufoption der nächsten knapp zehn Prozent ziehen will, und damit die Schwelle von 30 Prozent Anteil an der Xing AG übersteigt, ist der Konzern laut Übernahmegesetz dazu verpflichtet, allen Aktionären ein Angebot zu unterbreiten, schreibt die Wirtschaftswoche. Eine komplette Übernahme würde Burda demnach rund 160 Millionen Euro kosten.
Im vergangenen Jahr konnte die Xing AG ihre Erlöse um ein Fünfte auf 66,2 Millionen Euro steigern. Trotzdem ist das Unternehmen aufgrund von Wertberichtigungen der Auslandstöchter insgesamt in die Verlustzone gerutscht. Derzeit sind über elf Millionen Nutzer bei Xing registriert. Laut Angaben des Gründers und Vorstandschefs Stefan Groß-Selbeck will das Netzwerke seine Nutzerzahlen in den kommenden Jahren verdoppeln.
Da sich Burda weiterhin bei Xing engagiert, ist davon auszugehen, dass der Medienkonzern nicht an einen Studi-VZ-Effekt glaubt. Dem deutschen sozialen Netzwerk laufen seit Jahren die Nutzer davon und melden sich reihenweise beim amerikanischen Konkurrenten Facebook an.
In Deutschland dominiert Xing klar das Feld der professionellen Berufsnetzwerke. 15 Prozent der Deutschen nutzen Xing, das amerikanische Pendant LinkedIn spielt hingegen mit rund zwei Prozent eine untergeordnete Rolle im deutschen Markt, das ergibt eine Studie des Wirtschaftsprüfers PricewaterhouseCoopers.

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