Apple: Kleine Dividende und Aktienrückkäufe

Tech Es ist offiziell: Erstmals seit 1995 wird Apple wieder eine Dividende zahlen. Der iPhone-Hersteller gab heute seine Pläne bekannt, wie er seine immer größeren Barreserven einsetzen will. Ergebnis: 10 Milliarden Dollar wird Apple ab dem vierten Geschäftsquartal an Aktionäre ausschütten – gestückelt alle drei Monate in 2,65 Dollar je Aktie. Zudem wurde ein Aktienrückkaufprogramm über weitere 10 Milliarden Dollar bewilligt. Insgesamt setzt Apple über 3 Jahre so 45 Milliarden Dollar seiner Reserven ein.

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Es ist offiziell: Erstmals seit 1995 wird Apple wieder eine Dividende zahlen. Der iPhone-Hersteller gab heute vor Handelseröffnung an der Wall Street seine Pläne bekannt, wie er seine immer größeren Barreserven einsetzen will. Ergebnis: 10 Milliarden Dollar wird Apple ab dem vierten Geschäftsquartal an Aktionäre ausschütten – gestückelt alle drei Monate in 2,65 Dollar je Aktie. Zudem wurde ein Aktienrückkaufprogramm über weitere 10 Milliarden Dollar bewilligt. Insgesamt setzt Apple über 3 Jahre so 45 Milliarden Dollar seiner Reserven ein. 

Tim Cook schärft sein Profil: Gerade einmal ein halbes Jahr nach seinem Amtsantritt als CEO hat der 52-Jährige mit dem langjährigen Umgang von Barreserven unter Steve Jobs gebrochen. 17 lange Jahre hat Apple Aktionäre nicht am Unternehmenserfolg in Form von Gewinnausschüttungen (Dividenden) teilhaben lassen – nun der Kurswechsel, der sich zuletzt auf der Investorenkonferenz von Goldman Sachs und der Aktionärsversammlung abgezeichnet hatte.

Und der sieht so aus: 45 Milliarden Dollar über 3 Jahre will Apple  Aktionäre ausschütten bzw. für Aktienrückkäufe einsetzen. Der Löwenanteil fließt in die wieder aufgenommene Dividendenzahlung, die zuletzt 1995 Bestandteil von Apples Aktionärspolitik war.  Ab dem vierten Geschäftsquartal, das bei Apple am 1. Juli beginnt, sollen nun alle drei Monate 2,65 Dollar je Anteilscheine an Aktionäre fließen. Macht summa summarum 10,60 Dollar im Jahr, die wiederum dem Einsatz von 9,88 Milliarden Dollar entsprechen – pro Jahr.   

Geldspeicher geöffnet: 45 Milliarden Dollar in 3 Jahren abzugeben

Das ist aber noch nicht alles. Der Aufsichtsrat stimmte ebenfalls einem Aktienrückkaufprogramm über weitere 10 Milliarden Dollar ab dem Geschäftsjahr 2013 zu, das bei Apple ab dem 1. Oktober 2012 beginnt und über drei Jahre laufen soll. Für Kompensationszahlungen für Mitarbeiteroptionsprogramme (Restricted Stock Units) werden weitere Milliarden in den nächsten drei Jahren zurückgehalten.

Kostenpunkt der Aufwendungen: 45 Milliarden Dollar! 45 von 97,6 Milliarden Dollar (Stand: 30.12.2011)? Die Summe scheint auf den ersten Blick gewaltig, relativiert sich jedoch auf den zweiten Blick sehr schnell, schließlich wird sie auf drei Jahre gestückelt. In anderen Worten: rechnerisch rückt Apple damit nur 15 Milliarden Dollar pro Geschäftjahr heraus.

Apple gibt Gewinne eines Quartal weiter

Und die müssen auch in die richtigen Relationen gesetzt werden: Im abgelaufenen Weihnachtsquartal fuhr das Kultununternehmen aus Cupertino stolze 13 Milliarden Dollar ein, während sich der Barmittelbestand nach Steuer- und Zinsgutschriften gar auf 17,5 Milliarden Dollar erhöhte.

In anderen Worten: Apple gibt – Stand heute – die Gewinne eines Quartals an seine Aktionäre weiter und befriedigt gleichermaßen Analysten, die seit Jahren einen proaktiveren Umgang mit den Cash-Beständen fordern, mit dem Aktienrückkaufprogramm. Der Wall Street gefiel Apples Schwenk seiner Barmittel-Verwendung: Die Aktie klettert vorbörslich um rund 12 Dollar auf 597 Dollar – in die Nähe der Allzeithochs aus der vergangenen Woche.

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