HAZ 24: Madsack launcht Hybrid-App

Publishing Mit HAZ 24 hat die Mediengruppe Madsack eine iPad-App gestartet, die als Hybrid funktionieren soll. Die Tablet-Software soll zum Teil aus magazinigen Formaten bestehen, die speziell auf die Nutzung mit dem iPad abgestimmt wurden. Zusätzlich soll die App um permanent aktualisierte Inhalte von Haz.de, dem Onlineportal der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, angereichert werden. Für vier Tageszeitungen startete die Hannoveraner Mediengruppe außerdem eine umfassende Paywall.

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Nach Verlagsangaben bekommen iPad-Nutzer das "Original"-Zeitungs-PDF des jeweiligen Tages als E-Paper dazu. Mit dieser Kombination verspricht sich Madsack hintergründigen Lesestoff gepaart mit "Live"-Informationen für die Nutzer.

"HAZ 24 ist eine echte Wundertüte und soll unsere Leser jeden Tag aufs Neue überraschen“, erklärt Hendrik Brandt, Chefredakteur der HAZ. „Für unsere Redaktion bedeutet die App den endgültigen Paradigmenwechsel: Wir produzieren jetzt fast rund um die Uhr. Die gedruckte Tageszeitung bleibt dabei unser journalistisches Kerngeschäft – aber E-Publishing gewinnt deutlich an Gewicht.“

Für Abonnenten der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung kostet die Nutzung der Apps HAZ 24 und HAZ Mobil im Paket 4,99 Euro zusätzlich pro Monat.
Neukunden erhalten die Hybrid-App zum Kennenlern-Preis von 1,59 Euro pro Ausgabe. Im Abonnement zahlen Neukunden laut Verlag 17,99 Euro (Monats-Abo) bzw. 39,99 Euro (Quartals-Abo) oder 139,99 Euro (Jahres-Abo).

Außerdem führte das Hannoveraner Medienhaus eine umfassende Paywall für seine regionalen Inhalte ein. Erst einmal für die HAZ, die Neue Presse, das Göttinger Tageblatt und die Oberhessische Presse. Weitere Blätter sollen im Laufe des Jahres folgen.

Bezahlen lässt sich Madsack grundsätzlich alle exklusiv erstellten Beiträge aus allen Ressorts, insbesondere jedoch aus dem Lokalen. Mit der Einführung des Bezahl-Modells werden zukünftig auch solche Inhalte online zugänglich gemacht, die vorher nur in der gedruckten Tageszeitung veröffentlicht wurden wie Meinungsstücke, Kommentare, Interviews und Serien.
Abonnenten der gedruckten Ausgaben und des E-Papers müssen nicht extra zahlen. Nur für Nicht-Abonnenten werden Gebühren erhoben. Das Monats-Abo kostet je nach Titel zwischen 7,95 Euro bis 8,99 Euro.
"Der Paid-Content-Ansatz fügt sich in unsere digitale Gesamtstrategie", so Thomas Düffert, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung von Madsack. "Aber es ging uns bei diesem Modell auch ums Prinzip. Unsere journalistische Leistung hat einen hohen Wert und kann deshalb nicht kostenlos zur Verfügung gestellt werden."

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