Bilanz: Springer wächst mit Digitalgeschäft

Publishing Langsam wird's zur Gewohnheit: Auch 2011 war für die Axel Springer AG ein Rekordjahr. Der Umsatz stieg um 10,1 Prozent auf 3,18 Milliarden Euro. Das Ergebnis (EBITDA) stieg um 16,2 Prozent auf 593,4 Millionen Euro. Konzernchef Mathias Döpfner verweist vor allem auf "beträchtliche" Zuwächse mit internationalen Printmedien und mit digitalen Angeboten. Das Digitalgeschäft sei profitabel, es gehe keineswegs um "Wachstum um des Wachstums Willen", sagt Döpfner.

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Springer wächst digital: Ausschlaggebend für das gute Konzernergebnis waren beträchtliche Erlöszuwächse bei den Digitalgeschäften und bei der Auslandspresse.

Die Werbeerlöse im Digitalsegment erhöhten sich um 41,5 Prozent, die übrigen Erlöse legten in diesem Segment um 11,8 Prozent zu. Damit verbesserte sich das Ergebnis in diesem Bereich um 84,2 Prozent auf EUR 158,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Den Umsatz steigerte die Axel Springer AG um 10,1 Prozent auf EUR 3,18 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg von 274,1 Millionen Euro in 2010 auf 289,4 Millionen Euro in 2011. Wegen der guten Geschäftsentwicklung soll die Dividende auf 1,70 Euro pro Aktie angehoben werden.

"Axel Springer steht heute bei Umsatz und Ergebnis auf mehreren sehr stabilen Säulen. Die konsequente Digitalisierung unseres Geschäftes im In- und Ausland bleibt der Schlüssel zum langfristigen Erfolg des Unternehmens", erklärt Verlagschef Döpfner. "Wenn wir uns mit den börsennotierten europäischen Online-Unternehmen vergleichen, sind wir mit unseren Erlösen aus dem digitalen Geschäft mittlerweile auf den zweiten Platz vorgerückt, in der Kategorie der Medienunternehmen liegen wir bereits auf dem ersten Platz." Die zweistellige Rendite der digitalen Aktivitäten würde außerdem belegen, dass das Online-Wachstum nicht "Wachstum um des Wachstums Willen" bedeute, sondern der Profitabilität diene.

Der Verlag trieb 2011 die Internationalisierung voran. So konnte man die Auslandserlöse um 29 Prozent auf rund eine Milliarde Euro erhöhen. Dazu trugen sowohl der Ausbau des Osteuropageschäfts im Printbereich als auch die internationale Expansion der digitalen Aktivitäten bei. Der Anteil der Auslandserlöse am Konzernumsatz nahm von 28,1 auf 32,9 Prozent zu.

Die Erlöse bei den inländischen Printmedien waren hingegen rückläufig. Der Springer-Vorstand geht davon aus, diese Entwicklung durch das florierende Digitalgeschäft kompensieren zu können.

Dennoch will der Verlag seine Mitarbeiter an den guten Geschäften beteiligen. Für das Geschäftsjahr 2011 erhalten deswegen alle berechtigten Mitarbeiter eine Erfolgsbeteiligung in Höhe von 1200 Euro. 2011 waren es noch 800 Euro. Darüber hinaus ist ein neues Aktienbeteiligungsprogramm geplant, durch das die Mitarbeiter auch an der zukünftigen Wertentwicklung des Unternehmens teilhaben können. 

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