Wiesenhof und die Beissreflexe von Medien

Marketing Dies ist die Geschichte hinter einer Geschichte. Das, was nach der Veröffentlichung eines Artikels geschehen ist. Am 2. September 2011 veröffentlichten wir den Text “Die verlogene PR Kunst von Wiesenhof”. Es ging um die ARD-Reportage “Das System Wiesenhof” und wie Wiesenhof darauf reagierte. Im Anschluss an die Veröffentlichung nahmen wir ein Angebot von Wiesenhof wahr, den Konzern zu besuchen. Es wurde ein lehrreicher Besuch - auch über die Beissreflexe von Medien.

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1. Die Vorgeschichte

In dem MEEDIA-Artikel “Die verlogene PR-Kunst von Wiesenhof” kritisierten wir die PR-Methoden von Wiesenhof, mit den Vorwürfen der ARD-Reportage umzugehen. Wiesenhof hatte über die PR-Agentur Engel & Zimmermann einen Twitter-Account und einen YouTube-Kanal eingerichtet, mit deren Hilfe die ARD-Vorwürfe als einseitig und parteiisch dargestellt werden sollten. Außerdem filmte Wiesenhof mit einem eigenen TV-Team den vergeblichen Versuch der ARD-Reporter, Zugang zu einer Wiesenhof Pressekonferenz zu erhalten und das Interview mit Wiesenhof Senior-Chef Paul-Heinz Wesjohann. Nach unserer Auffassung war diese Gegen-PR-Strategie kontraproduktiv.

Gegenüber den drastischen Bildern von Tiermisshandlungen aus der ARD-Reportage, muteten die Wiesenhof-Reaktionen wie durchsichtige Ausreden an. Nach der Veröffentlichung unseres Artikels nahm Wiesenhof-Sprecher und Engel&Zimmermann-Chef Frank Schroedter über die Kommentarspalte Kontakt auf. Der Vorwurf der ARD, dass in Wiesenhof-Betrieben nicht gefilmt werden dürfe stimme nicht, argumentierte er. Die Wiesenhof-PR sei nicht “verlogen”, sondern transparent. Jederzeit könne man einen Termin bekommen. Wir gingen auf das Angebot ein und baten um einen Besuchstermin. Nach einigen Verzögerungen in der Terminabsprache kam der Besuch zustande: am 14. Dezember 2011 in der Wiesenhof-Zentrale in Rechterfeld. Im Schatten eine gigantischen Futtersilo mit der Aufschrift “MEGA”. Es gab ein langes Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Wiesenhof-Dachgesellschaft PHW-Gruppe, Peter Wesjohann. Mit ihm und Pressesprecher Schroedter wurde eine Hühner-Mastanlage sowie die zentrale Puten-Schlachterei des Konzerns, Geestland, besucht.

Ein solcher Besuch ist immer ein heikles Unterfangen. Einerseits will man sich ein Bild machen, wie es vor Ort tatsächlich aussieht, eigene Vorurteile auf den Prüfstand stellen. Hören, was die Wiesenhof-Leute zu dem ARD-Bericht zu sagen haben (dem zahlreiche ähnliche Berichte bei ARD oder auch Zeitschriften wie dem Stern vorausgegangen waren). Andererseits besteht immer auch in die Gefahr, sich von Unternehmens-PR einlullen zu lassen, nur Vorzeige-Anlagen präsentiert zu bekommen. Im Folgenden wird darum versucht, möglichst neutral nur das zu schildern, was in der Hühner-Mastanlage und der Puten-Schlachterei zu sehen war, wohl wissend, dass eine hundertprozentige Neutralität nie möglich ist. Im Anschluss daran, werden noch ein paar Gedanken zum Gesehenen und zum Gespräch mit Peter Wesjohann formuliert.

2. Die Schlachterei Geestland

Ende 2009 hat die PHW-Gruppe in Wildeshausen, nahe bei der Konzernzentrale, in Niedersachsen die riesige Puten-Schlachterei Geestland in Betrieb genommen. In der Fabrik werden bis zu 50.000 Puten pro Tag geschlachtet und weitgehend automatisch zerlegt. Die Führung durch die Schlachterei erfolgt durch den Geschäftsführer sowie Peter Wesjohann und Pressesprecher Frank Schroedter. In die Schlachterei wurde eine Art Besucher-Galerie integriert. Über einen erhöht liegenden Gang kann man durch Glasscheiben die einzelnen Stationen der Schlachtung und Zerlegung der Tiere beobachten, ohne selbst in die Schlachträume zu gelangen. Info-Tafeln erläutern die einzelnen Stationen.

Laut PHW-Gruppe wurde die Besucher-Galerie eingebaut, um Gruppen besser, schneller und unkomplizierter durch den Betrieb führen zu können. Würde man die eigentlichen Schlachträume betreten, wären Desinfektions- und Vorsichtsmaßnahmen notwendig. Außerdem bekommt man durch die erhöhte Perspektive der Galerie einen besseren Überblick. Die Putenschlachterei Geestland ist laut Angabe von PHW die mittlerweile einzige Putenschlachterei, die Wiesenhof betreibt. Hier werden laut Unternehmensangaben alle von Wiesenhof verwendeten Puten geschlachtet und zerlegt.

Die Tiere werden in Kisten von Lastwagen angeliefert. Die Kisten mit den lebenden Puten werden in einer riesigen Halle, die mit blauem Licht geflutet ist abgestellt. Laut Angaben von PHW soll das blaue Licht beruhigend auf die Tiere wirken. Die Puten bleiben dann eine längere Ruhezeit (ein bis zwei Stunden) in der Halle. Die Kisten werden dann nacheinander mit Gabelstaplern auf eine Anlage gehoben von der die Puten automatisch “entladen” werden. D.h. die Kisten öffnen sich und die Puten werden auf einem Förderband in eine Art Röhre transportiert, in der sie mit Gas betäubt werden. Laut Auskunft von PHW-sei die Betäubung mit Gas absolut schmerz- und stressfrei sowie sicher. PHW gibt zu, dass es bei anderen, herkömmlichen Betäubungsmethoden mittels “Elektro-Bad” dazu kommen kann, dass einige Tiere nicht korrekt betäubt werden.

Nach der Betäubung werden die Puten auf Förderbänder gehängt und an einem Messer automatisch getötet. Die Tiere sterben durch Ausbluten. Die Tötungsanlage ist nach Mekka ausgerichtet, so dass alle Puten in Geestland Halal geschlachtet werden, also auch für gläubige Muslime zum Verzehr geeignet sind. Ein Mitarbeiter muslimischen Glaubens überwacht die Tötung und setzt bei Bedarf mit einem Messer von Hand einen weiteren Schnitt an den toten Tieren. Dies dient gleichzeitig zur Kontrolle, dass die betäubten Tiere auch wirklich tot sind.

Die toten Puten werden automatisiert gerupft und geköpft. An einzelnen Stationen werden die Puten zerlegt, sortiert und gefroren. Innereien werden sortiert in die Bestandteile, die als Nahrungsmittel für Menschen verwendet werden (Mägen, Herzen) und andere, die zum Teil in die Tierfutterproduktion gehen. An den einzelnen Stationen befinden sich immer wieder staatliche Kontrolleure, die die getöteten Puten mit Schnitten markieren, wenn sie diese als für den Verzehr ungeeignet klassifizieren.

3. Die Hühnermast

Eine weitere Station des Besuchs bei Wiesenhof/PHW war eine Hühnermast-Anlage. Laut PHW wurde mit Absicht eine ältere Anlage gezeigt, um zu demonstrieren, dass auch in Anlagen, die nicht auf dem neusten Stand der Technik sind, ordentlich gearbeitet wird. Hier musste man Schutzkleidung anlegen – nicht zum Selbstschutz, sondern um möglichst keine Keime von außen in den Stall zu bringen. Die Mast selbst dauert rund 30 Tage, bis die Hühner zur Schlachterei abtransportiert werden. Der Boden wird mit einer speziellen Einstreu bedeckt, die hohe Mengen an Flüssigkeit aufnehmen kann. Nachdem die Tiere zur Schlachterei abtransportiert wurden, wird jeweils die komplette Streu ausgetauscht und der Stall gereinigt. Es gibt elektronische Überwachungsanlagen, die die Bedingungen in dem Hühnerstall messen, regulieren und bei Abweichungen einen Alarm auslösen. Futter, Wasser und Licht werden so elektronisch geregelt. Der Hühner-Landwirt führt außerdem handschriftlich ein Protokoll über Krankheits- und Todesfälle sowie verabreichte Medikamente. Laut Auskunft des Bauern vor Ort und PHW werden Antibiotika nicht vorsorglich verabreicht, sondern nur bei diagnostizierten Erkrankungen.

Laut PHW soll auch in dem gezeigten älteren Betrieb eine Glaswand eingebaut werden, um Besuchern die Hühnermast besser zeigen zu können. Das Führen von Besuchergruppen durch den Stall berge stets ein Risiko für Keimbefall. Laut PHW würden neue Anlagen alle mit Besucher-Einrichtungen nach dem Vorbild der Putenschlachterei Geestland ausgestattet.

4. Das Gespräch

Im Gespräch mit Peter Wesjohann trifft man einen Menschen, der den Eindruck vermittelt, ehrlich von der negativen Berichterstattung über Wiesenhof getroffen zu sein. Er fühle sich unfair behandelt, sagt er. Wesjohann reicht eine Pressemitteilung, in der steht, dass die Staatsanwaltschaft Verden das Ermittlungsverfahren gegen Wiesenhof-Verantwortliche eingestellt hat, da keine hinreichenden Verfehlungen erkennbar gewesen seien. Über die Aufnahme der Ermittlungen nach einer Anzeige der Tierschutzorganisation PETA sei groß berichtet worden, über die Einstellung habe kein Mensch berichtet. Über so etwas kann sich Peter Wesjohann aufregen.

Das SWR-Team, das die ARD-Reportage “Das System Wiesenhof” gedreht habe, hätte jederzeit einen Termin in jeder Anlage des Unternehmens bekommen, beteuert Wesjohann. Die SWR-Reporter hätten jedoch unangemeldet, ohne Begleitperson Fabriken besuchen wollen. Dies sei bei keinem Industrieunternehmen möglich. Der Untertitel der ARD-Reportage – “Wie ein Konzern Menschen, Tiere und Umwelt ausbeutet” – habe zudem schon vor dem Einstieg in die Recherche festgestanden, so Wesjohann. Die Filmaufnahmen hätte man aber angefragt unter dem Vorwand, eine allgemeine Reportage über die Fleischindustrie drehen zu wollen. An eine unvoreingenommene Berichterstattung sei da nicht mehr zu denken gewesen, meint man bei Wiesenhof.

Wesjohann zeigt eine DVD mit dem Titel “Schweinereien im Schweinestall”. Die DVD wird unter www.tierschutz-videos.de von einem “Deutschen Tierschutzbüro” vertrieben. Protagonist der DVD ist der Tierschutz-Aktivist Jan Peifer, der laut Hannoverscher Allgemeinen Zeitung unter verschiedenen Namen mit Filmaufnahmen mit versteckter Kamera Tierschutz-Verletzungen dokumentiert. Auf der DVD, die für 12,99 Euro im Internet verkauft wird, befindet sich auch das Logo des SWR. Peifer ist in der Tierschutzszene ein bekannter Aktivist, der wegen seiner Methoden aber auch nicht unumstritten ist (siehe den verlinkten Artikel aus der HAZ).

Für Peter Wesjohann ist eine solche Berichterstattung eine Kampagne gegen sein Unternehmen. Er sieht Medien wie die ARD und auch den Stern, der diverse Reportagen zu Missständen bei der Hühnerhaltung bei Wiesenhof veröffentlichte, in einem Boot mit der radikalen Tierschutzorganisation PETA. Seiner Meinung nach ist PETA nur auf PR und Spendengelder aus und instrumentalisiert dafür die Massenmedien. Der wissenschaftliche Berater von PETA, Dr. Edmund Haferbeck, sagte auf Anfrage von MEEDIA zu den Zuständen bei Wiesenhof: Anlagen, die der Konzern zeige, seien “dann immer vorbildlich, vor allem, wenn es sich um Mastanlagen handelt, wird Ihnen dann eine gezeigt, wo die Küken erst gerade eingestallt worden sind und keine solche in der Endmastperiode, wo eben genau diese tierquälerischen Missstände auftauchen, die wir dokumentieren.” Wer hat Recht?

5. Was ist daraus zu lernen?

Es stimmt, was Dr. Haferbeck von PETA sagt: In der Hühnermast-Anlage, die beim Besuch von Wiesenhof gezeigt wurde, waren die Küken relativ frisch eingestallt. Aber: Wesjohann und sein Pressesprecher waren durchaus gewillt, sich noch länger Zeit zu nehmen. Es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass sie auch andere Anlagen gezeigt hätten. Die Putenschlachterei Geestland war in der Tat das, was man einen Vorzeigebetrieb nennen kann. Der Geruch nach Blut und das industrialisierte Töten von 50.000 Puten pro Tag wird aber deswegen aber nicht zu einer schönen Angelegenheit. Bei den Wiesenhof-Leuten war ein ehrliches Bestreben zu spüren, für Transparenz zu sorgen. Wesjohann argumentiert, dass es für sein Unternehmen neben ethischen auch aus geschäftlichen Gründen unverantwortlich wäre, tierquälerische Zustände zuzulassen. Das Fleisch wäre dann nicht gut, ein massenhaftes Sterben der Tiere wäre schlicht zu teuer.

Spricht man die Wiesenhof Manager auf kleinteilige Bio-Tierhaltung und Hausschlachtungen an, erntet man verächtliches Schnauben: “Sie glauben doch nicht wirklich, dass die Tiere bei einer Hausschlachtung humaner getötet werden, als bei uns.” Da kann was dran sein. Aber darum muss man es auch nicht gut finden, dass Tiere am Fließband getötet und vollautomatisch verarbeitet werden. Es ist ein schwieriges Thema ohne einfache Lösungen. Peter Wesjohann gibt auch zu, dass es in der Branche die berühmten “schwarzen Schafe” gibt: Unternehmen, die sich nicht im ums Tierwohl scheren und nur auf den schnellen Profit aus sind. Aber diese Firmen würden in der Deckung bleiben, ihre Namen sind unbekannt und sie geraten auch nicht ins Visier von radikalen Tierschützer und Massenmedien. Wiesenhof ist der bekannteste Name in der Geflügelfleisch-Produktion in Deutschland und steht somit auch stellvertretend für die Fleischindustrie. Das finden die Wiesenhof-Manager ungerecht. Das ist verständlich. Aus PETA-Sicht ist auch verständlich, dass sich die Tierschützer auf den größten und bekanntesten Namen der Branche konzentrieren, um eine maximale Wirkung zu erzielen.

Wiesenhof verkauft auch Bio-Hähnchen. Pro Woche werden 10.000 davon geschlachtet – von insgesamt 4,5 Millionen Hähnchen. Laut Peter Wesjohann gibt es für die teuren Bio-Hähnchen nur diesen kleinen Markt. Er würde auch mehr Bio-Hähnchen anbieten, sagt er. Aber: Der Verbraucher will es angeblich nicht. Dass ein Konzern wie PHW mit aggressiver Werbung (Dieter Bohlen pusht den Wiesenhof “Bruzzler” – eine Geflügel-Bratwurst, die mit Bio nix zu tun hat) auch dazu beiträgt, die Wünsche der Verbraucher in eine bestimmte Richtung zu lenken, wird bei Wiesenhof nicht so gesehen. Da stößt man beim Gespräch auf eine Mauer.

Medien bedienen gerne das Bild des bösen Fleischkonzerns, dass leicht geglaubt wird, vor allem wen es mit dramatischen Bildern unterlegt ist, die ihre eigene Macht entfalten. Für die ARD-Reihe “Der Ernährungscheck” mit Starkoch Tim Mälzer wurde beim Thema Fleisch auch eine Küken-Brüterei von Wiesenhof besucht und als Vorzeigebetrieb dargestellt. Es sei die einzige Brüterei gewesen, bei der man bereit gewesen sei, ein Kamerateam einzulassen, hieß es in dem Film. Der Name Wiesenhof oder PHW wurde in diesem Zusammenhang im Film aber nicht erwähnt. Manipulation kann auch im Kleinen beginnen.

Die Causa Wiesenhof und SWR ist kein Einzelfall. Im Januar dieses Jahres zeigte der MDR in der Reihe “Fakt” eine Reportage, in der die Produktionsbedingungen von Daune bei der Herstellung von Jacken des Outdoorhändlers Globetrotter und des Herstellers Patagonia angeprangert wurden. Angeblich wurden für Jacken beider Firmen (die beide dafür bekannt sind, sich vorbildlich für Umwelt- und Tierschutz einzusetzen) Daunen aus verbotenem Lebendrupf verwendet. Die Firma Globetrotter reagierte, berief ein Strategietreffen mit dem Lieferanten ein, machte das Gesprächsprotokoll öffentlich und monierte beim MDR Ungereimtheiten und Falschaussagen in der Reportage. Der Sender nahm den Beitrag sofort aus der Mediathek und sicherte zu, keine Wiederholung zu zeigen. Das Manuskript der Fakt-Reportage ist aber noch online verfügbar.

So wie für die Wiesenhof-Macher das Huhn letztlich eine Ware ist, sind die Tierquäler-Videos mit versteckter Kamera eine Ware für Medienmacher. Das Wackel-Video aus dem Tier-KZ ist fast schon eine Art Sub-Genre der investigativen Reportage. Magazine und Reportage-Reihen wie "Fakt", "Panorama" oder "Report" leben vom enthüllen von Missständen. Tierquäler-Videos mit versteckter Kamera entsprechen da exakt den Erwartungshaltungen von Enthüllungsreportern und sorgen für Emotionen und Grusel beim Zuschauern . Dabei stammen die Videos meist aus sehr wenigen, teils auch dubiosen Quellen. Die Medienmacher lassen sich das brisante, quotenträchtige Material meist von Tierschutz-Aktivisten zuliefern. Im Falle von Wiesenhof stammten die Videos von PETA, bei Globetrotter von der Organisation Vier Pfoten. Oft werden dabei auch ältere Aufnahmen verwendet und mit neuen Vorwürfen gekoppelt.

Da soll nicht heißen, dass es die gezeigten Missstände nicht geben würde – die Frage aber was Einzelfall ist und was System, lässt sich für Außenstehende kaum beantworten. Das Paradoxe daran ist, dass radikale Tierschutz-Aktivisten trotz ihrer manipulativen und nicht immer seriösen Methoden, Wirkungen erzielen. Bei Wiesenhof betrachtet man gerade PETA als eine Art Nemesis. Es genügt den Namen der Organisation zu nennen und den Wiesenhof-Bossen steigt die Zornesröte ins Gesicht. Würde PETA nicht derart nerven, vielleicht gäbe es Vorzeige-Schlachtereien wie Geestland gar nicht. Nach den Daunen-Vorwürfen von Vier Pfoten will Globetrotter nun eine neue, strenge Zertifizierung für tierschutzgerechte Daunen-Produktion auf den Weg bringen. Ein begrüßenswerter Schritt. Wäre er auch ohne den skandal-heischenden TV-Bericht so schnell angegangen worden?

Was lernen wir daraus? Es lohnt sich, immer auch die andere Seite anzuhören. Die Dinge sind nie so einfach, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Letztlich banale Weisheiten. Aber es ist nicht leicht, sich daran zu halten.

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