Facebook bringt mehr Traffic als Google

Publishing Die sozialen Netzwerke sind mittlerweile wichtigere Anlaufstellen im Internet als die Suchmaschine von Google. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von PricewaterhouseCoopers. Demnach gelangt jeder dritte Nutzer über Social Networks auf andere Webseiten. Außerdem verzeichnen Facebook, Youtube und Xing die meisten Besucher in den Kategorien "Social Networks", "Social Media Platforms" und "Professional Networks". Aufgrunder der steigenden mobilen Nutzung würde außerdem der Kauf von Smartphones befördert.

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Für die Studie wurden 1.000 deutsche Internetnutzer zu ihrer Einstellung zu sozialen Medien befragt. Demnach sind für Internetnutzer Social Networks mittlerweile wichtiger als Google und Co.. Jeder dritte Nutzer navigiert bereits über sein Lieblingsnetzwerk auf andere Seiten. "So werden beispielsweise bis zu 15 Prozent des Traffics zu Zeitungswebseiten bereits direkt oder indirekt von Social Media-Webseiten generiert", heißt es in der Präsentation der Studie von PricewaterhouseCoopers.
Im Bereich der sozialen Netzwerke dominieren die großen Player das Internet. Rund 80 Prozent der deutschen Social Media Nutzer haben einen aktiv genutzten Facebook-Account. Der deutsche Konkurrenz, Stuvdi-VZ, wird hingegen nur von 13 Prozent genutzt. Im Jahr 2008 waren hier noch 31 Prozent der Deutschen unterwegs. Facebook dominiert damit klar das Segment "Soziale Netzwerke".
Im Bereich der sozialen Media-Plattformen liegt YouTube klar vorne: 37 Prozent der Befragten sind registriert – lediglich fünf Prozent beim deutschen Pendant MyVideo, das von ProSiebenSat.1 betrieben wird. Im Vergleich zu 2008 konnte YouTube einen zehnprozentigen Anstieg der Anmeldungen verzeichnen. MyVideo verlor hingegen acht Prozent seiner User im gleichen Zeitraum.
Im Segment der professionellen Berufsnetzwerke dominiert die deutsche Plattform Xing. 15 Prozent der Befragten nutzen das Karrierenetzwerk für berufliche Verknüpfungen. Das amerikanische Pendant LinkedIn spielt mit rund zwei Prozent eine untergeordnete Rolle im deutschen Markt.
"Soziale Medien wie Facebook entwickeln sich zunehmend zu bedeutenden Traffic-Lieferanten für externe Angebote und treten damit in den Wettbewerb mit anderen Traffic-Lieferanten, wie beispielsweise Google", kommentiert Tim Feld, Digital Media-Experte und Senior Manager bei PricewaterhouseCoopers die Ergebnisse der Studie. "Aus diesem Grund gewinnt eine strategische Auseinandersetzung mit Social Media auch für Unternehmen, Medienhäuser und Werbetreibende immer mehr an Bedeutung."
Interessant: Soziale Medien sind ein wesentlicher Taktgeber für die Nutzung des mobilen Internets und den Kauf von Smartphones, so eine weitere Erkenntnis der Studie. Mehr als die Hälfte der Nutzer in der Altersgruppe 16-24 Jahre nutzt ihr Lieblingsnetzwerk mittlerweile mobil, davon 25 Prozent sogar überwiegend mobil. "Wir erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzen und sich die mobile Nutzung in weitere Altersgruppen ausweiten wird", so PwC-Partner Arno Wilfert.
"Social Media beeinflusst die Kaufentscheidung der Nutzer. Fast ein Viertel der Befragten informieren sich bereits in sozialen Medien über Veranstaltungen, Events oder über Produkte und Dienstleistungen. Für die überwiegende Mehrheit (68%) sind Empfehlungen anderer Nutzer darüber hinaus ein wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung. Und 72 Prozent der Nutzer haben sogar bereits ihre getroffene Kaufentscheidung revidiert, nachdem sie Kommentare und Bewertungen anderer Nutzer gelesen haben."

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