Yelp: An die Börse für 12 bis 14 Dollar

Der Markt für Neuemissionen kommt 2012 langsam in Bewegung: Rund drei Monate vor Facebook schickt sich der erste Kandidat aus dem Internet-Sektor an, an die Wall Street zu gehen. Das Bewertungsportal Yelp hat nach Handelsschluss seine Börsenpläne konkretisiert und die Bookbuildingspanne bekannt gegeben: Zwischen 12 und 14 Dollar sollen die Yelp-Aktien kosten. Am oberen Ende des Ausgabekurses wäre das acht Jahre alte Internet-Unternehmen mit knapp einer Milliarde Dollar bewertet.

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Der Markt für Neuemissionen kommt 2012 langsam in Bewegung: Rund drei Monate vor Facebook schickt sich der erste Kandidat aus dem Internet-Sektor an, an die Wall Street zu streben. Das Bewertungsportal Yelp hat nach Handelsschluss seine Börsenpläne konkretisiert und die Bookbuildingspanne bekannt gegeben: Zwischen 12 und 14 Dollar sollen die Yelp-Aktien kosten. Am oberen Ende des Ausgabekurses wäre das acht Jahre alte Internet-Unternehmen mit knapp einer Milliarde Dollar bewertet.

Der Countdown läuft: Drei Monate noch bis zum lang erwarteten Facebook-IPO. Doch so lange müssen zeichnungswillige Anleger nicht auf den Börsenkandidaten aus der Internetbranche warten. Den Anfang macht 2012 nun das Bewertungsportal Yelp, das im November vergangenen Jahres den Zulassungsantrag stellte.

Nun folgte das Pricing.  Für 12 bis 14 Dollar will Yelp seine Aktien am Markt platzieren und dafür 100 Millionen Dollar erlösen. In der Spitze wäre das bereits 2004 gegründete US-Unternehmen damit 840 Millionen Dollar wert.

Das ist weniger, als noch zum Zeitpunkt des Börsenzulassungsantrags im vergangenen November erwartet worden war. Seinerzeit kursierte eine Bewertung von ein bis zwei Milliarden Dollar

Happige Verluste: 74 Prozent mehr als im Vorjahr

Schuld an den eingedampften Ambitionen dürfte die letzte Bilanz sein, die ein Erschlaffen der Wachstumsdynamik erahnen lässt. So erlöste Yelp im vergangenen Jahr 83,3 Millionen Dollar – 75 Prozent mehr als im Vorjahr. Analysten hatten sich offenbar jedoch etwas mehr versprochen.
Die Verluste weiteten sich unterdessen aus. Immerhin 16,9 Millionen Dollar verlor Yelp im vergangenen Geschäftsjahr – happige 74 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Seit der Gründung schreibt der Qype-Konkurrent Verluste.

Mit Goldman Sachs und der Citigroup an die Wall Street

Yelp ist mit dem Leitmotto des Mitmach-Internets groß geworden: User bewerten lokal bezogen Restaurants, Cafés, Bars oder Ärzte und andere Dienstleister. Das in San Francisco ansässige Internet-Unternehmen zählt inzwischen über 67 Millionen Nutzer und verfügt auch seit etwa einem Jahr über ein deutschsprachiges Angebot.  


Die US-Investmentbanken Citigroup und Goldman Sachs sollen Yelp nun an die Wall Street führen. Das Bewertungsportal wird überraschenderweise nicht an Technologiebörse Nasdaq, sondern an der New Yorker Börse NYSE gelistet – und zwar unter dem naheliegenden Tickersymbol YELP.

Der Handel der Aktie wird nach dem Ende der Roadshow vor Investoren erfolgen, die üblicherweise etwa zwei Wochen in Anspruch nimmt. Das entspräche einem Börsendebüt Anfang März.

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