Ganz Skandinavien lacht über falsches Baby

Publishing “Hurra ein Junge!” - die peinliche Falschmeldung der WAZ-Zeitschrift Neue Welt sorgt auch international für Schlagzeilen. Zahlreiche Zeitungen und Online-Angebote in Schweden, Norwegen und Dänemark berichteten über die Ente des deutschen Yellows, das aus dem Mädchen der schwedischen Kronprinzessin Victoria einen Jungen gemacht hatte. Auch die Ausrede von Neue-Welt-Chefredakteur Kai Winckler, es habe sich um einen Tipp aus dem “engsten Umfeld” gehandelt, wird genüsslich zitiert.

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“Hurra, es ist ein Junge … oder?” schreibt die schwedische Zeitung Aftonbladet. Dann wird ausführlich aus der Falschmeldung der Neuen Welt zitiert. Auch dass das Blatt bereits spekulierte, der Name des neugeborenen Stammhalters könnte Johan, Gustav oder Olaf lauten, und Königin Silvia habe vor Glück geweint. Aftonbladet weiter: “Das Problem ist nur, dass schwedische Medien und auch die königliche Familie ziemlich sicher sind, dass das Neugeborene ein Mädchen ist und Estelle Silvia Ewa Mary heißt.

Nicht nur in Schweden ist man auf die dicke Ente aus der deutschen Presse aufmerksam geworden. Die norwegische Website Kampanje.com schreibt: "Das ist ein Desaster”. Ausführlich wird die Ausrede von Neue-Welt-Chefredakteur Kai Winckler zitiert, die dieser Focus Online gab. Dass die Zeitschrift einen Tipp aus dem “engsten Umfeld” der Königsfamilie bekommen hätte. Auch die große norwegische Zeitung Dagbladet berichtet unter der Überschrift “Hurra, ein Junge!”: "Es ist kein Geheimnis, dass die deutsche Klatschpresse manchmal über das Ziel hinausschießt, aber diesmal übertrifft sie sich selbst."

Und die dänische Zeitung Ekstra Bladet schreibt: "Die deutschen Wochenzeitschriften-Leser haben wohl große Augen gemacht, als sie das Cover und den Titel sahen, der in großen Lettern verkündete: "Hurra, ein Junge!". Laut Focus Online seien über hundert Beschwerden wegen der peinlichen Falschmeldung bei der Redaktion von Neue Welt aufgelaufen. Chefredakteur Winckler kündigte bereits an, sich in der nächsten Ausgabe "in aller Form" bei den Lesern zu entschuldigen. “Das ist mir so noch nie passiert“, sagte er Focus Online. Nun ja, so ganz stimmt das mit dem “so noch nie passiert” leider auch nicht.

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