Peichl soll Gottschalk auf Tempo bringen

Fernsehen Der Medienmacher Markus Peichl soll nach Informationen der Süddeutschen Zeitung die Redaktion von "Gottschalk Live" leiten. Schaden kann seine Expertise nicht, schließlich war Peichl nicht nur Chef der Zeitgeist-Zeitschrift Tempo, sondern auch Redaktionsleiter der Talksendung "Beckmann" und Erfinder des Formats "0137" vom Bezahlsender Premiere. "Gottschalk Live" läuft sowohl inhaltlich wie quotentechnisch miserabel. Peichl selber war für eine Bestätigung der Meldung nicht zu erreichen.

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"Gottschalk Live" erreichte am Dienstag einen Marktanteil von 4,9 Prozent – und das ist schon vergleichsweise gut. Das Problem der Vorabend-Talksendung sind aber nicht nur die wenigen Zuschauer, sondern ist auch die relativ konzeptionslose Gestaltung der Sendung. Die Journalistin Silke Burmester (u.a. taz, Spiegel Online) war am Dienstag zu Gast und fragte nach dem Inhalt der Schubladen in Gottschalks Schreibtisch. Sie waren leer. "Selbst da kein Inhalt", lautete die per Twitter verbreitete Häme.

Ob Peichl, den nun die SZ ins Spiel bringt, Schwung in den Laden bringen kann? Der Chef der Lead Awards scheiterte vor einiger Zeit mit einem ambitionierten Zeitschriftenprojekt namens Liebling, heute leitet er u.a. eine Kunstgalerie. Esprit und Erfindungsreichtum hat Peichl in ausreichendem Maße, um Thomas Gottschalk zumindest vor dem sang- und klanglosen Ende eines Experiments zu bewahren – und das Studio am Berliner Gendarmenmarkt mit Leben zu füllen.

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