BamS, Auto Bild und TV Movie verlieren

Publishing Das Jahr ging nicht sonderlich gut los für die deutsche Printbranche. Analyseunternehmen Nielsen meldete für die Publikumszeitschriften ein Minus von 3,0% bei den Brutto-Werbeumsätzen. Nun steht auch fest, welche Titel dabei besonders schlecht wegkamen - und welche sich gegen den Trend mit einem Plus behaupten konnten. Ergebnis: Bild am Sonntag, Auto Bild und TV Movie sind die ersten großen Verlierer des neuen Jahres, rtv, auto motor und sport und Elle sind die größten Gewinner.

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2,24 Mio. Euro Brutto-Werbeumsatz büßte die Bild am Sonntag laut Nielsen gegenüber dem Januar 2011 ein – ein dickes Minus von 17,8%. Mehr als 1 Mio, nämlich 1,27 Mio. gingen der Auto Bild verloren (-23,4%). Bitter für Springer: neben der BamS und der Auto Bild finden sich auch die Hörzu, Computer Bild und TV Digital unter den zehn größten Verlierern – 5 der Flop-Ten-Plätze gehen an den Verlag. Deutliche Brutto-Umsatzverluste gibt es zudem bei TV Movie, Für Sie, TV Spielfilm, Stern. Der Focus hingegen findet sich hingegen aus einem anderen Grund in der Liste: Wegen der Doppelausgabe Ende 2011, Anfang 2012 kam ein Heft weniger in die Wertung als im Januar 2011. Mit einer identischen Zahl von Ausgaben wäre der Focus also womöglich sogar im Plus gelandet.

Enorm zulegen konnte hingegen das TV-Supplement rtv, das mit einem Pluis von mehr als 50% der größte Gewinner des Monats Januar ist. Nielsen hat für rtv deutlich mehr Anzeigenseiten gezählt als im Januar 2011. Ebenfalls deutlich im Plus und damit auf den Rängen 3 bis 5 des Aufsteiger-Rankings: auto motor und sport, Elle und die ADAC Motorwelt. Komplettiert wird die Top Ten von InStyle, prisma, Landidee und Das Haus.

Trotz der deutlichen Umsatz-Verluste bleibt die Bild am Sonntag die Nummer 1 im Gesamt-Ranking. Mit 10,33 Mio. Euro liegt die BamS nun allerdings gleichauf mit dem stern, erst die dritte Nachkommastelle hat das Rennen zugunsten des Springer-Blattes entschieden. Auf Platz 3 folgt Der Spiegel, der sich im Gegensatz zu BamS und stern leicht verbessern konnte, Rang 4 geht nun an die West-Ausgabe von rtv. Insgesamt finden sich auf den ersten 25 Plätzen der Liste 14 Verlierer und 11 Gewinner.

Auf den Plätzen 26 bis 50 ist das Verhältnis genau umgekehrt: 11 Verlierer stehen 14 Gewinnern gegenüber, unter den 50 umsatzstärksten Publikumszeitschriften finden sich also jeweils 25 Auf- und Absteiger. Allerdings sind die Zahlen eines einzelnen Monats natürlich nur eine Momentaufnahme. Die kommenden Monate werden zeigen, in welche Richtung sich der Markt und mit ihm die einzelnen Titel entwickeln.

Wie immer muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Titel und den Werbedruck sind sie dennoch.

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