NYT-Fotograf schießt Pressefoto des Jahres

Publishing Trauer, Leid und Melancholie waren die dominierenden Gefühle beim diesjährigen World Press Award. Zum 55. Mal wurde der wichtigste Pressebild-Preis in Amsterdam vergeben. Gewonnen hat der Spanier Samuel Aranda mit einem Bild, das eine verschleierte Jemenitin zeigt, die einen verletzten Verwandten im Arm hält. Ausgezeichnet wurden Arbeiten aus neun Kategorien, u. a. Kunst, Reportage, Porträt, Natur und Sport. Insgesamt bewarben sich 5.247 Fotografen aus 124 Ländern mit 101.254 Bildern.

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Für jede der neun Rubriken vergibt die Jury immer drei Auszeichnungen, wobei der erste Preis jeweils mit 1.500 Euro dotiert ist. Das Preisgeld für das Pressebild des Jahres liegt bei 10.000 Euro. Vorsitzender der 19-köpfigen Jury war in diesem Jahr Aidan Sullivan, Vize-Chef der Bildagentur Getty Images.
 
Die Gewinneraufnahme entstand am 15. Oktober 2011 in einer Moschee in Jemens Hauptstadt Sanaa am Rande einer Demonstration gegen den Präsidenten Ali Abdullah Salih. Die Jury entschied sich deshalb für dieses Bild, weil es für eine gesamte Region spreche. „Es steht für Jemen, Ägypten, Tunesien, für alles, was gerade in der arabischen Welt geschieht“, sagt Jury-Mitglied Koyo Kouohsagt. „Aber es zeigt auch eine private, intime Seite dessen, was passiert“. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Auch die starke Rolle der Frauen im arabischen Frühling wurde durch die Arbeit von Aranda eingefangen.

Auf der Webseite Worldpressphoto.org sind alle Gewinner-Arbeiten noch einmal zu sehen. Es ist die wohl beeindruckendste Klick-Galerie des Jahres

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