ZAK: Bundesliga-Pläne der Telekom in Bedrängnis

Fernsehen Neben dem Internet-TV-Angebot Liga total will sich die Telekom ab der Saison 2013/14 die Rechte zur Live-Übertragung der Fußballbundesliga via Kabel und Satellit sichern. Über diese Vorhaben äußern die Medienwächter jetzt allerdings Bedenken. Das Unternehmen sei zu staatsnah.

Werbeanzeige

Falls die Telekom bei der Ausschreibung der Übertragungsrechte für die Fußballbundesliga, neben seinen Internetrechten, noch für die Satelliten- und Kabelrechte bietet, sieht die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) die Legalität von Liga total in Gefahr, meldet die Financial Times Deutschland.

Bisher überträgt die Telekom die Bundesliga live via Internet. Weil die Bundesrepublik aber rund 15 Prozent an der Telekom hält, ist das Unternehmen aus medienrechtlicher Sicht staatsnah und darf kein eigenes TV-Programm ausstrahlen. Die Rechte für das IPTV-Angebot Liga Total erhielt die Telekom 2009 nur, weil sie die Produktion und die Redaktion an den Sport1-Mutterkonzern Constantin abgetreten hatten. "Die Genehmigung war 2009 kein Selbstgänger", so Thomas Fuchs, ZAK-Vorsitzender.
Die Bedenken der Medienwächter bringen den Pay-TV-Anbieter Sky Deutschland wieder nach vorne. Außerdem hat der Sky-Hauptaktionär News Corp. dem Pay-TV-Anbieter eine zusätzliche Finanzierung über 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Momentan zahlt Sky pro Jahr 250 Millionen Euro für die Live-Spiele. Der Sender gewinnt durch den Live-Fußball einen großen Teil seiner Abonnenten.
Bis zum Donnerstag müssen die Interessenten bei der Bundesliga verbindlich für ihre Teilnahme an der Ausschreibung für die TV-Rechte ab der Saison 2013/14 zusagen.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige