Das Werbeumsatz-Ranking der Radiosender

Fernsehen Antenne Bayern war 2011 der deutsche Radiosender mit dem größten Brutto-Werbeumsatz. 83,53 Mio. Euro errechneten die Forscher von Nielsen für den Sender - ein leichtes Minus von 0,6% gegenüber 2010. Auf den weiteren Plätzen folgen die Radio-Kombi Baden-Württemberg und der Lokalsender-Zusammenschluss radio NRW. Das deutlichste Umsatz-Wachstum verzeichnen radio NRW und Konkurrent 1Live - mit einem Plus von jeweils mehr als 7 Mio. Euro. Größter Verlierer: Hit-Radio Antenne.

Werbeanzeige

Antenne Bayern verteidigte damit den ersten Platz aus dem Vorjahr, mit dem Minus von 0,6% entwickelte sich der Sender jedoch schwächer als der Gesamtmarkt, der um 3,4% auf 1,43 Mrd. Euro zulegte. Auch auf den Rängen 2 und 3 finden sich dieselben Anbieter wie im Vorjahr: die Sender-Zusammenschlüsse Radio-Kombi Baden-Württemberg und radio NRW erreichten 79,79 Mio. bzw. 77,19 Mio. Euro. Besonders Radio NRW konnte sich dabei deutlich verbessern: um 7,61 Mio. bzw. 10,9%. Dahinter sprang 1Live dank des größten Zuwaches unter allen Sendern – 7,85 Mio. Euro – auf Platz 4, überholte u.a. den Vorjahres-Vierten Hit-Radio Antenne. 1Live gehörte auch bei der aktuellen Radio-MA zu den Gewinnern, Hit-Radio Antenne zu den großen Verlierern.

Prozentual gesehen ging es auf den ersten 25 Plätzen vor allem für BB Radio (+26,2%), hr3 (+20,6%) und Klassik Radio (+18,0%) nach oben, die größten Verlierer in dieser ersten Hälfte unseres Top-50-Rankings waren Hit-Radio Antenne (-12,7%), die Lokalfunk Kombi Westfalen (-12,1%) und die Westfunk Kombi Ruhr (-11,9%).

In der zweiten Hälfte gibt es prozentual gesehen noch größere Gewinner: Star FM 87.9 aus Berlin, schon bei der MA einer der großen Aufsteiger, legte beim Brutto-Werbeumsatz um heftige 67,7% zu. Die Lokalrivalen 105’5 Spreeradio (+42,2%) und Energy Berlin (+23,7%) folgen mit ebenfalls deutlichen Wachstumszahlen dahinter. Mehr als 10% verloren hat auf den Plätzen 26 bis 50 niemand, am deutlichsten nach unten ging es hier für die Rheinland Kombi Köln (-7,4%), WDR 4 (-5,1%) und den Berliner Rundfunk 91.4 (-5,1%).

Schaut man auf die Gesamtliste der 79 von Nielsen gewerteten Sender und Anbieter, so blieben die Privatsender mit einem Marktanteil von 69,8% klar vor den öffentlich-rechtlichen Stationen – die haben mit einem Plus von 6,4% im Jahr 2011 aber deutlich mehr gewonnen als die Privaten (+2,2%).

Wie immer muss auch an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Freispots, Austauschgeschäfte und Eigenwerbung werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Sender und des Werbedrucks sind sie dennoch.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige