Facebook-IPO entfacht Run auf Internetaktien

Es war die wichtigste Nachricht für Besitzer von Internetaktien seit Monaten: Der Facebook-Börsengang kommt. Papiere der Social Media-Generation zogen am vergangenen Freitag reflexartig an, nachdem bekannt wurde, dass der Antrag des weltgrößten Social Networks auf Börsenzulassung unmittelbar bevorstehen würde. Zynga und Groupon sprangen nach Wochen der Underperformance wieder über Ausgabekursniveau, chinesische Internetaktien legten gar zweistellig zu. Aber wie nachhaltig ist der Aufschwung tatsächlich?

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Es war die wichtigste Nachricht für Besitzer von Internetaktien seit Monaten: Der Facebook-Börsengang kommt. Papiere der Social Media-Generation zogen am vergangenen Freitag reflexartig an, nachdem bekannt wurde, dass der Antrag des weltgrößten Social Networks auf Börsenzulassung unmittelbar bevorstehen würde. Zynga und Groupon sprangen nach Wochen der Underperformance wieder über Ausgabekursniveau, chinesische Internetaktien legten gar zweistellig zu. Aber wie nachhaltig ist der Aufschwung tatsächlich?
Am Ende kommt wohl tatsächlich alles auf Facebook an. Seit dem Börsengang von LinkedIn im Mai vergangenen Jahres läuft alles auf den Tag X zu – der Tag, an dem Facebook an der Wall Street debütieren wird. Dieser Tag X scheint nun gekommen: Der Antrag auf Börsenzulassung dürfte am Mittwoch erfolgen – das IPO selbst vermutlich im Mai. 
Die Meldung, dass das IPO des weltgrößten sozialen Netzwerks endlich konkrete Züge annimmt, sorgte zwei Stunden vor Handelsschluss an der Wall Street für bemerkenswerte Kurssprünge: Das Online-Business-Netzwerk LinkedIn zog etwa um fast sechs Prozent an – und war damit kein Einzellfall. 
Cramer: "Kurssprünge lächerlich"
Auch Papiere des Social Games-Anbieters Zynga zogen um fast 6 Prozent an und konnten damit erstmals seit dem Börsengang vor sechs Wochen das Niveau des Ausgabekurses wieder erreichen. Ein ähnliches Erfolgserlebnis war auch Groupon-Aktionären vergönnt: Die Papiere schlossen leicht über Ausgabekurs. 
Für den Wall Street-Veteranen James Cramer ist der Höhenflug der jungen Internet-Unternehmen indes kaum nachzuvollziehen: "Es ist so lächerlich zu sehen, wie die Dotcoms höherschießen, aber ich schätze, dass sich die Käufer von LinkedIn, Zynga oder Netflix am Montag wieder zurückziehen, wenn sich die erste Aufregung um Facebook gelegt hat", so  der CNBC-Marktkommentator.  
Mail.ru: Facebook-Investor legt zu
Doch nicht nur an den US-Börsen schossen die Notierungen nach oben. Asiatische Internetaktien schossen gar zweistellig in die Höhe: Sina legte um 12 Prozent zu, Dang Dang um 20 Prozent und der chinesische Facebook-Klon RenRen gar um 26 Prozent. Und auch in Europa reagierten die Märkte auf die Ankündigung des Facebook-IPOs. Mail.ru, die russische Internet-Beteiligungsgesellschaft, zog nach Handelsschluss an der Londoner Börse ebenfalls um mehr als fünf Prozent an. 
Das Kursplus erscheint zumindest leichter erklärbar: Mail.ru, das früher Digital Sky hieß, war ist direkt an Facebook beteiligt. Digital Sky Yuri Milner zählt tatsächlich zu den Facebook-Investoren der ersten Stunde und hatte sich vor drei Jahren Anteile am weltgrößten Social Network zu einer kolportierten Bewertung von zehn Milliarden Dollar gesichert.  

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