FC Bayern verhängt Social-Media-Verbot

Publishing Erst Breno, dann Timostschuk und zuletzt sogar der Verein selbst: Der FC Bayern München und seine Profis haben mit dem gezielten und sinnvollen Einsatz von Twitter und Facebook so ihre Mühe. Die Konsequenz aus Brenos Twitter-Gemoser und Bayerns Facebook-Shitstorm, der am gestrigen Donnerstag wegen einer vermeintlichen Neuverpflichtung über den Club hinwegfegte, ist offenbar ein Social Media-Verbot. Laut tz hat der Verein seinen Profis verboten, private Fotos bei Twitter und Facebook zu posten.

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"Die Spieler wissen, dass sie das einschränken müssen", sagte Heynckes am Donnerstag im Bild-Interview. "Es geht auch nicht, dass man vor einem Spiel Fotos macht oder machen lässt – wie Timostschuk – und ins Netz stellt. Das sind Kinkerlitzchen, das ist unprofessionell."

Dieses harmlose Bild twittert Timostschuk beispielsweise aus der Bayern-Kabine

Das Beispiel Timostschuk ist deshalb etwas unglücklich, weil der defensive Mittelfeldspieler nicht wirklich Spektakuläres zwitscherte. Hier mal ein Foto aus der Kabine (ohne Profis), da mal ein Bild vom 60. Geburtstag von Uli Hoeneß.
Die neuen Regeln dürften jedoch auch ihn treffen. Denn laut tz dürfen nun keine Fotos mehr vom Vereinsgelände, aus der Umkleidekabine oder dem Fitnessraum im Web veröffentlicht werden. Zudem dürfen die Bayern-Spieler offenbar am Spieltag ab 90 Minuten vor dem Anpfiff nichts mehr posten oder twittern. Letzteres ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit.
Doch seit dem gestrigen Donnerstag ist der FCB nicht sonderlich gut auf Facebook zu sprechen. Großsspurig hatte die Münchner auf ihrer Webseite angekündigt, bald einen neuen Top-Zugang zu verzeichnen. Der sollte dann auf eine Pressekonferenz, die auch via Facebok gestreamt werden würde, bekanntgegeben werden. Allerdings sahen die vielen Fans, die eingeschaltet hatten, nur ein Bild von sich selbst. Der Bundesligist wollte seine Fans als die Nummer 12 im Team willkommen heißen und sich für die Unterstützung seiner Community bedanken. Doch der Gag ging nach hinten los. Fans zeigten sich verärgert. Vorbildlich: Die Verantwortlichen entschuldigten sich auf der Webseite und auf der Fanpage.
So schnell hatte sich Breno nicht entschuldigt. Weil der Brasilianer, gegen den noch immer wegen Brandstiftung ermittelt wird und der nur dank seines Arbeitgebers aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, ein Testspiel der Amateurmannschaft mitmachen musste, zwitscherte er: „Was für eine Phase ich durchmache. Bayern macht eine Sauerei mit mir“. Verständlich, dass die Bayern-Bosse wenig erbaut über diese Worte waren.
Mit dem Social-Media-Verbot reagieren die Vereinsoberen jetzt also gleich auf mehrere Vorfälle. Schade ist dabei allerdings, dass beim generellen Fotoverbot vor allem die Fans die Leidtragenden sind. Denn die kurzen Facebook- und Twitter-Schnipsel sorgen auch dafür, sie ihren Idolen oder ihrem geliebten Verein etwas näher zu bringen.

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