Langjähriger SWR-Hörspielchef Hermann Naber verstorben

Fernsehen Hermann Naber, der ganze drei Jahrzehnte die Hörspielabteilung des Südwestfunks leitete, starb am Mittwoch im Alter von 78 Jahren in Baden-Baden. Der ehemalige Hörspielchef des SWR kam 1962 zunächst zum Hessischen Rundfunk, bevor er dann von 1965 an bis zu seiner Pensionierung 1998 die Hörspielabteilung des Südwestfunks übernahm.

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Unter seiner dramaturgischen Verantwortung entstanden laut SWR einige der wichtigsten Werke der deutschen Hörspielgeschichte, etwa Ernst Jandls und Friederike Mayröckers preisgekröntes Stück "Fünf Mann Menschen" von 1968. Rund 100 Hörspiele hat Naber laut Pressemitteilung als Regisseur und teilweise auch als Bearbeiter selbst produziert, darunter "Dr. Murkes gesammeltes Schweigen" nach Heinrich Böll, "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" nach Peter Hoeg oder Christian Geißlers "Unser Boot nach Bir Ould Brini", das 1994 den Hörspielpreis der Kriegsblinden erhielt.

"Der Westfale Hermann Naber zählt zu den herausragenden Wegbereitern des zeitgenössischen Hörspiels in Deutschland. Seine Inszenierungen rufen noch heute Bewunderung hervor. Nicht zuletzt seinem Engagement verdanken der damalige Südwestfunk und der Südwestrundfunk ihren Ruf als einer der führenden
Hörspiel-Produzenten in Deutschland", erklärt SWR-Hörfunkdirektor Bernhard Hermann. "Seiner Wahlheimat Baden-Baden blieb Hermann Naber stets verbunden. Sein Tod hat mich wie auch die Kolleginnen und Kollegen tief bewegt."

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