Rupert Murdoch twittert gegen Google

Publishing Google ist der "Anführer der Online-Piraten". So beschimpfte Medienmogul Rupert Murdoch den Suchmaschinen-Anbieter am Wochenende via twitter. Außerdem würde Google illegale Filme zeigen und um diese herum Werbung schalten. Prompt äußerte sich der Internet-Gigant und stellte klar, man habe im vergangenen Jahr "fünf Millionen rechtsverletzende Websites aus den Suchergebnissen entfernt", meldet ZDNet. US-Journalist und Buchautor Jeff Jarvis unterstellt Murdoch, nicht zu wissen, was ein Link sei.

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Der Medienmacher und Chef von News Corp. Rupert Murdoch hat seit einiger Zeit den Kurznachrichtendienst twitter für sich entdeckt. Seit dem will er die Öffentlichkeit über seine Sicht der Dinge informieren. Erst fing alles ganz harmlos an und Murdoch teilte seine Neujahrsvorsätze mit: "Versuche, bescheiden und immer neugierig zu bleiben. Und natürlich eine Diät." Doch mittlerweile wendet er sich gegen seine Konkurrenten der Medienwelt. Am Samstag, 14. Januar, wetterte Murdoch gegen Google: "Google, das Filme kostenlos im Internet zeig und Werbung neben diesem Filmen verkauft, ist der Anführer der Online-Piraten. Kein Wunder das sie Millionen in die Lobbyarbeit stecken." Damit unterstellt Murdoch Google, ein Unterstützer der Internet-Piraterie zu sein. Wobei die Suchmaschine lediglich Links zum gesuchten Thema zur Verfügung stellt und nicht direkt auf eine Seite mit illegalen Inhalten weiterleitet.
Für seinen Tweet erntete Murdoch direkt Kritik vom US-Autor und Journalist Jeff Jarvis, der das Buch "What would Google do?" 2009 schrieb. Er unterstellt dem Medienmogul, nicht zu verstehen, was ein Link sei, meldet WinFuture. "Er will offenbar nicht, dass Google etwas verlinkt, was er nicht mag."
Auch Google meldet sich zu Wort: "Das ist einfach nur Blödsinn", so‘>. "Alleine im letzten Jahr haben wir fünf Millionen Websites wegen Urheberrechtsverletzungen aus dem Suchindex ausgeschlossen. Wir kämpfen jeden Tag gegen Piraten und Produktfälscher." ZDNet meldet noch, dass Google im vergangenen Jahr mehr als 60 Millionen Dollar in den Kampf gegen schädliche Anzeigen investiert habe.
Murdoch, der über 140.000 Follower bei twitter hat, ruderte darauf hin am gestrigen Sonntag wieder etwas zurück.  Spiegel Online zitiert Murdochs Tweet: "Google (ist) ein großartiges Unternehmen, das viele aufregende Dinge macht. (Ich habe) nur eine Sache zu beanstanden, und die ist wichtig." Der Medien-Tycoon gebe außerdem zu, dass er nicht alles verstehe, was so im Internet vor sich gehe. Aber das, was Google tue, sei Diebstahl. Um das zu beweisen, hatte Murdoch den neuen "Mission: Inpossible"-Film gesucht und mehrere Seiten gefunden, die es erlauben den Film gratis anzusehen.

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