Ramona Leiß – die tickende Zeitbombe

Fernsehen Tag zwei im RTL-Dschungel bei “Ich bin ein Star - holt mich hier raus!” und schon geht der Psycho-Kleinkrieg los. Daniel Lopez und Rocco Stark sind über die Frage, wer das Essen kochen darf, aufeinander los gegangen wie gallische Kampfhähnchen. Ansonsten darf räsoniert werden, warum die Show der alte Hut von Gitta Saxx ist, Kim Debkowski hat in der Dschungel-Prüfung halb versagt, Martin Kesici schaufelt Reis in sich rein und Ramona Leiß wirkt wie eine tickende Zeitbombe.

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Die Frau, die früher mal so harmlos nett den “ZDF Fernsehgarten” und die lustige “Knoff Hoff Show” mit Joachim Bublath  präsentierte, ist unheimlich geworden. Unheimlich aufgedunsen. Aber abgesehen davon, dass sie aussieht wie ein Klempner – sie irritiert auch durch ihr Verhalten. Stimmungsschwankungen und ein große Angst vor den Dschungelprüfungen scheinen sie zu beherrschen. Zu Beginn der zweiten Folge ist Ramona Leiß über die Frage, wie lange man denn die Bohnen einweichen muss, bevor man sie kochen kann, fast ausgeflippt. Da kommt kommt bestimmt noch was nach. Und es wird nichts Gutes sein.

Ansonsten wurde viel gekuschelt (Micaela und Ailton, Rocco und Kim, Daniel und Jazzy) und Brigitte Nielsen verdiente sich einen weiteren Teil ihrer Gage, indem sie erneut uninteressante und verworrene Details zu ihrer Ehe mit Sylvester Stallone preisgab. Rocco spulte dafür die immergleiche Leier von den Problemen mit seinem Vater ab. Bemerkenswert, wie jeder Teilnehmer der Show auf eine einzige Eigenschaft reduziert werden kann. Die Nielsen = Stallone-Ehe. Rocco = ungeliebter Ochsensohn. Ramona Leiß = Fernsehgarten-Lesbe. Daniel Lopes = “DSDS”. Kim Debkowski = Schminke. Ailton = unverständlich. Radost Bokel = Momo. Martin Kesici = langweilig. Micaela Schäfer = Brüste. Jazzy = Tic Tac Toe. Vincent Raven = Rabe. Und alle spielen ihre Rolle im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit Hingabe.

Was noch aufgefallen ist an dieser zweiten Folge der sechsten Staffel Dschungelshow: Wie sehr die bei dieser Produktion alles wiederverwerten. Der Vorspann, die Trenner mit den Dschungel-Viechern, die Dekoration, Dr. Bob, die Musik, die Hängebrücke – ja sogar der Hut von Jazzy ist offenbar der alte von Gitta Saxx aus der vorigen Staffel. Die Show ist mittlerweile ein alter Hut. Es ist ja eigentlich eine Stärke der Dschungelshow, dass alles immer nach demselben Muster verläuft. Aber diesmal springt das Immergleiche so sehr ins Auge wie bisher nie. Und es beschleicht einen das Gefühl, dass es diesmal nicht gar so lustig sein wird, wie das letzte Mal mit Mathieu, Sarah und Rainer.

Naja. Es reicht ja immer noch für den einen oder anderen Lacher. Fürs Protokoll: Kim Debkowski musste bei der Dschungelprüfung in einem Käfig stehen und unter Wasser aus Löchern mit Viehzeugs drin Sterne holen. Dafür, dass das nicht wirklich spektakulär grausig war, hat sie mit vier Sternen (von denen der erste praktisch geschenkt war) eher unterdurchschnittlich performed. Sie hat, wie sich Dirk Bach ausdrückte, noch Steigerungspotenzial. Genau wie die Show.

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