Die große IVW-Jahresbilanz der News-Sites

Publishing Die gute Nachricht zuerst: Die 50 populärsten, IVW-geprüften News-Angebote konnten im Jahr 2011 allesamt Visits hinzu gewinnen. In der von MEEDIA ermitelten Top 50 gibt es keinen Verlierer. Doch natürlich haben sich einige der Kontrahenten schwächer entwickelt als der Markt, allen voran RP Online, der Kölner Stadt-Anzeiger und die Frankfurter Rundschau. Um mehr als 60% zugelegt haben die Berliner Morgenpost und das manager magazin, die meisten Marktanteile hinzu gewonnen haben n-tv.de und Zeit Online.

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Für unsere Jahresbilanz haben wir aus den Visits der Monate Januar bis Dezember 2011 Durchschnittszahlen errechnet und diese mit denen aus 2010 verglichen. In die Wertung kamen daher ausschließlich Angebote, deren Zahlen in allen 12 Monaten 2011 veröffentlicht wurden. Zudem waren nicht die Gesamt-Visits das entscheidende Kriterium, sondern wie in unseren monatlichen Analysen der deutschen Online-Nachrichtenbranche üblich die Zahl der Visits aus dem Inland auf redaktionelle Inhalte. Unserer Meinung nach zeigen diese Zahlen besonders gut, welche Angebote wie erfolgreich auf dem deutschen Newsmarkt sind.

Bild.de kam 2011 auf durchschnittlich 146,72 Mio. redaktionelle Inlands-Visits pro Monat – ein Plus von 17,4% gegenüber dem 2010er-Wert (124,97 Mio.). Spiegel Online folgt mit 116,15 Mio. (+13,4%) auf Platz 2 vor Welt Online mit 28,14 Mio. und einem Plus von 23,2%. Die größten Gewinner innerhalb der Top Ten sind n-tv.de, Zeit Online und Express Online mit einem Zuwachs von jeweils mehr als 30%. Auf den Rängen 11 bis 25 gab es sogar zwei Angebote, die mehr als 60% gegenüber dem Vorjahr zulegten: manager magazin online und die Berliner Morgenpost. Dem manager magazin kam dabei u.a. zugute, dass das Karriere-Ressort von Spiegel Online bei der IVW zu manager magazin online gezählt wird.

Verloren hat in der kompletten Top 50 niemand. Allerdings finden sich auf den Rängen 1 bis 25 drei Angebote, die sich weniger als 10% gegenüber 2010 verbessern konnten: die Frankfurter Rundschau gewann 8,6%, der Kölner Stadt-Anzeiger 5,6% und RP Online nur 0,4%. Die Düsseldorfer fielen damit in der Jahreswertung auch hinter den NRW-Konkurrenten Express Online zurück.

Um in einem insgesamt weiterhin wachsenden Markt einen besseren Blick auf Gewinner und Verlierer werfen zu können, haben wir auch diesmal wieder aus der Gesamtzahl der von uns als Nachrichten-Website eingestuften IVW-Angebote Marktanteile errechnet. Hier zeigt sich, dass sich die beiden Großen Bild.de und Spiegel Online schwächer entwickelt haben als die Gesamtbranche. Folge: Sie verloren 0,70 bzw. 1,26 Marktanteilspunkte. Mit einem gemeinsamen Marktanteil von mehr als 43% dominiert das Duo die deutsche Online-Nachrichtenszene aber weiterhin nach Belieben. RP Online büßte – angesichts des deutlich kleineren Marktanteils wesentlich dramatischere 0,32 Zähler ein, FAZ.net 0,21. Größte Gewinner in dieser Wertung: n-tv.de mit einem Plus von 0,45 Punkten, Zeit Online mit einem von 0,26 und manager magazin online mit einem von 0,25. n-tv.de war vor allem im Frühjahr in den Zeiten des Erdbeben-Tsunami-Atom-Dramas von Japan, stark – parallel zum Erfolg des TV-Senders n-tv. Offenbar profitierte der Online-Ableger direkt vom höheren TV-Zuschauerinteresse.

In der zweiten Hälfte der Jahres-Top-50 gibt es nur sieben Marktanteils-Verlierer, darunter das Duo Stuttgarter Zeitung & Nachrichten, sowie SZ-Online aus Dresden mit jeweils 0,03 Punkten Marktanteilsverlust. Deutlich zulegen konnten hingegen die B.Z. aus Berlin mit einem Plus von 0,06, sowie die HNA, OVB online aus Rosenheim, die Rhein-Zeitung und die Leipziger Volkszeitung mit jeweils 0,04 hinzu gewonnenen Zählern.

Der Blick auf die Visits-Gewinne zeigt ein ähnliches Bild: Die größten Aufsteiger sind hier mit einem Plus von jeweils mehr als 40% die Rhein-Zeitung, die Leipziger Volkszeitung, die Hannoversche Allgemeine und die Schwäbische Zeitung. Weniger als 10% gegenüber dem Jahr 2010 legte nur die Sächsische Zeitung zu. Nicht mit dem Vorjahr vergleichbar sind die Zahlen von News.de und der Zeitungsgruppe Thüringen. Bei News.de waren 2010 nicht in allen Monaten Zahlen verfügbar, die Zeitungsgruppe Thüringen wird erst April 2010 gemeinsam ausgewiesen, auch hier gibt es also keinen Durchschnittswert aus dem Jahr.

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