Das MEEDIA-Dschungel-Lexikon (Teil 1)

Fernsehen Am Freitag um 21.15 Uhr geht es los mit der neuen Staffel der Dschungelshow “Ich bin ein Star - holt mich hier raus!”. RTL hat es wieder geschafft, elf großartige Trash-Kandidaten zusammenzutrommeln. Die Gagschreiber von Dirk Bach und Sonja Zietlow sind in Lauerstellung und die Medien scharren mit den Hufen. Endlich mal wieder was anderes als immer nur der Wulff! MEEDIA verkürzt die Wartezeit mit einem Dschungel-Lexikon in zwei Teilen. Heute von A wie Ailton bis N wie Natter.

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A wie Ailton
Der Ex-Bundesliga-Star Ailton ist einer der Stars der neuen Staffel von “Ich bin ein Star – holt mich hier raus!” Und was für einer! Pleite, große Klappe und äußerst fragwürdiges intellektuelles Potenzial. Angeblich wollte ihn auch Peter Zwegat schon mal für seine Schulden-Show haben. Jetzt landet er im Dschungel – und da gehört einer wie er mit Sicherheit auch hin.
B wie Bob, Dr.
Der Liebling der “Stars” und der Zuschauer. Dr. Bob heißt im richtigen Leben Bob McCarron und ist eigentlich Maskenbildner und Spezialeffekte-Profi beim Film. So hat er laut seinem Wikipedia-Eintrag u.a. auch schon Prothesen für Peter Jacksons Horror-Schwarte “Braindead” hergestellt. Klar – nur so einer ist hartgesotten genug für die Königsklasse des Trash-TV. Aber keine Angst, liebe “Stars”: Dr. Bob ist außerdem ausgebildeter Rettungssanitäter und Wildbiologe.

C wie Camp-Koller
Die eine Krankheit, die garantiert jeden Teilnehmer befällt. Schlimmer noch als Schleim-Cocktails, Kotzfrucht, Spinnenbein-Desserts und Dauer-Durchfall ist der Psychokrieg im Camp. Wenn die Eitlen und Erfolglosen zwei Wochen im schwülen Regenwald auf engstem Raum kaserniert sind, dann geht es regelmäßig hoch her. Freuen wir uns auch in der kommenden Staffel auf Intrigen, Psychopathen, Simulanten und die allseits beliebte Grüppchen-Bildung mit anschließender Hardcore-Hetze vor laufenden Kameras.

D wie Dirk Bach
Der kleine komische Mann des deutschen Fernsehens hat in seiner Rolle als Dschungel-Dompteur die Rolle seines Lebens gefunden. So unwahrscheinlich das auch ist: Mit einen rosa-Safari-Anzügen und den mit viel Bling-Bling verzierten Tropenhelmen passt Dirk Bach zu dieser Show wie kein Zweiter. Eine absolute Traumrolle.
E wie Elektroschock-Eklat
In der vergangenen Staffel bekam Insassin Katy Karrenbauer bei einer Prüfung immer dann Elektroschocks verpasst, wenn Kollegin Sarah Knappik mit einem grotesken Kakerlaken-Helm eine Stromleitung berührte. Shocking! “Da hört der Spaß wirklich auf”, stöhnte Ex-Playmate Gitta Saxx, und Mathieu Carrière guckte nur noch komisch. Dass Frau Karrenbauer bei jedem Stromstoß zusätzlich noch mit Schleim übergossen wurde, war dagegen nur die normale Dschungel-Härte.

F wie Fremdschäm-TV
Hach ja, das Fremdschämen. Manchmal wachsen die “Stars” in den Dschungel-Prüfungen geradezu über sich hinaus. Manchmal schämt man sich aber auch für sie. Etwa das unwürdige Auftreten des Peter Bond, der mit seinen Macho-Sprüchen förmlich darum bettelte, zu jeder Dschungel-Prüfung gewählt zu werden. Oder das Versagen von Carsten Spengemann bei den Prüfungen… Keine Frage – die Dschungelshow trennt bei den "Stars" die Spreu vom Weizen.

G wie Granada
So hieß mal die Produktionsfirma der Dschungel-Show. Mittlerweile wurde der Name der Produktionsfirma geändert in itv Germany. Die Firma produziert auch die Dschungel-Shows für andere Länder. Außer in Deutschland läuft “I’m a Celebrity – get me out of here!” noch u.a. in den USA, in Großbritannien, Holland, Italien und Frankreich.

H wie Hirschpenis
Die Dschungel-Delikatesse, die Katy Karrenbauer im Finale der vergangenen Staffel locker plaudernd wegknabberte. Das Essen von ekligem Zeug und lebendem Getier gehört zu den festen Ritualen der Dschungel-Show. Mal müssen lebendige Würmer runtergewürgt werden, dann muss man riesigen Maden den Kopf abbeißen und sie anschließen gut gekaut runterschlucken. Da munden die Kartoffelchips auf dem TV-Sofa gleich nochmal so gut.

I wie Insolvenz
Ein Zustand, von dem Teilnehmer der Dschungelshow notorisch bedroht sind. Das liebe Geld, bzw. der Mangel an diesem ist für viele “Stars” einer der Hauptgründe ins Camp zu ziehen. Kommunarde Rainer Langhans hat in der vergangenen Staffel angeblich 50.000 Euro kassiert. Brigitte Nielsen bekommt in der neuen Staffel mit angeblich 150.000 Euro eine Rekordgage. Am Ende der TV-Nahrungskette steht Westentaschen-Magier Vincent Raven mit kolportierten 30.000 Euro Dschungel-Salär. Die Stars können jeden Cent gut brauchen. Laut Bild haben in der neuen Staffel vor allem Jazzy, Ailton, Martin Kesici und Daniel Lopes verschärfte Geld-Probleme.

J wie Jay & Indira
Das Albtraumpaar aus der vergangenen Staffel. Ex-BroSis-Sängerin Indira und Ex-Boygroup-Sänger Jay servierten dem Publikum eine mediengerechte TV-Liebesgeschichte in Schmierenkomödienstil. Sie wurden von Kameras dabei beobachtet, wie sie versuchten die Medien aus dem Dschungel heraus ganz profimäßig zu manipulieren. Eine der bislang größten Lachnummern der Show – und das will durchaus etwas heißen.

K wie Kakerlaken
Dankbare Dauer-Protagonisten bei den Dschungel-Prüfungen. Die Kakerlaken hatten ihren ersten Groß-Auftritt, als in der allerersten Staffel “DSDS”-Teilnehmer Daniel Küblböck mit Tausenden übergossen wurde. Seither ist das Kakerlaken-Bad ein echter Dschungel-Klassiker.

L wie Lagerfeuer
Wenn es dunkel wird im Camp, dann versammeln sich die Schlaflosen der Verfemten rund ums Lagerfeuer und spinnen ihre sehr alten Geschichten. Gefilmt von Nachtsicht-Kameras. Unvergessener Höhepunkt der nächtlichen Lagerfeuer-Stories war die Dschungel-Beichte von Ingrid van Bergen, die erzählte, wie sie Ende der 70er ihren damaligen Geliebten abgeknallt hat und dann im Knast landete. Eine Frau wie aus einem Tarantino-Film entsprungen.

M wie Medienhype
Nicht zuletzt die Medien freuen sich, dass die Dschungel-Show wieder losgeht. Denn seien wir mal ehrlich: Die Sache mit dem Wulff ist jetzt schon ziemlich abgetalkt. Wir alle brauchen neuen Stoff. Da ist der RTL-Dschungel ein bewährter Themenlieferant zu Jahresbeginn. Der Boulevard stürzt sich ohnehin drauf, die seriösen Medien können soziokulturelle Betrachtungen anstellen und wahlweise über die Metaebene oder die Verkommenheit der TV-Gesellschaft fabulieren und wir alle können uns über die neue Runde des Kakerlaken-Karnevals beömmeln.

N wie Natter
Ex-Model-Casting-Teilnehmerin Sarah Knappik machte in der vergangenen Staffel eine erstaunliche Karriere vom Nobody zur Dschungel-Natter. Selten sah man so viel Naivität und Skrupellosigkeit vereint in einer Person. Unvergessen, wie sie in den Team-Prüfungen ohne mit der Wimper zu zucken ihre Kollegen das ganze Ekel-Zeugs futtern ließ, da sie kurz vor der Show plötzlich zur Vegetarierin mutiert war. Oder ihre peinlichen Rap-Versuche ("Sarah K. is’n hammerhartes Ghettoschwein…") Und ihre tappsigen Versuche, mit Dr. Bob so etwas ähnliches wie Englisch zu reden: “What happens when we break?” – “Was passiert wenn wir brechen?”, "My Air was away!" Uns blieb auch die Luft weg. Vor Lachen. Danke, Sarah K.!

Teil 2 des kleinen MEEDIA-Lexikons zur Dschungelshow folgt am Donnerstag. Von O – wie "Ohne Gnade" bis Z – wie Zietlow.

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