Springer: Pit Gottschalk neuer Content-Chef

Springer baut den Handel mit Inhalten weiter aus: So entsteht nun in Berlin der neue Geschäftsbereich „Content Management“. Geleitet wird die Division vom ehemaligen Sport Bild-Chef und Leiter des Vorstandbüros Zeitungen, Pit Gottschalk. Unter seiner Leitung sollen Projekte wie die Lifestyle-Portale „Top.de“ und „World's Luxury Guide“ oder das Reiseportal „myEntdecker“ vorangetrieben werden. Ein potentielles Millionengeschäft, in das gerade auch Bertelsmann kräftig investiert hat.

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Springer baut den Handel mit Inhalten weiter aus:  So entsteht nun in Berlin der neue Geschäftsbereich „Content Management“. Geleitet wird die Division vom ehemaligen Sport Bild-Chef und Leiter des Vorstandbüros Zeitungen, Pit Gottschalk. Unter seiner Leitung sollen Projekte wie die Lifestyle-Portale „Top.de“ und „World’s Luxury Guide“ oder das Reiseportal „myEntdecker“ vorangetrieben werden. Ein potentielles Millionengeschäft, in das gerade auch Bertelsmann kräftig investiert hat.



Top.de

Kernaufgabe des neuen Geschäftsbereichs wird, wie der Name bereits verrät, die Produktion von Inhalten sein. Dieser kann dann an diverse Partnerseiten weiterverkauft werden. Die aktuellen Kunden kommen dabei aus dem eigenen Haus, wie beim „World’s Luxury Guide“ oder dem noch weitgehend unbekannten Reiseportal „myEntdecker“, oder es sind langjährige Kooperationspartner wie Top.de, das offiziell zu 1&1 gehört, aber seit jeher von Bild digital mit Klatsch- und Tratsch-Inhalten versorgt wird.

Springer ist nicht das einzige Medienhaus, das sich stärker auf das Geschäft mit Inhalten konzentriert. Burda macht dies seit einiger Zeit auch schon. So liefert eine dreiköpfige Mini-Redaktion aus der Burda Style Group die Inhalte für das MSN-Promi-Magazin Glo. Zudem verkauft Burda Inhalte aus der Bunten an das junge Yahoo-Angebot omg!.

My-Entdecker.de

Wie strategisch interessant der gesamte Bereich ist, verdeutlicht der Fakt, dass Bertelsmann gerade zusammen mit T-Venture, dem Risikokapital-Arm der Telekom, rund 2,5 Millionen Euro in das Hamburger Startup Content Fleet gesteckt hat. Je nach aktuellem Bedarf von Suchmaschinen produziert Content Fleet "maßgeschneiderte Inhalte und Portale für Verlage und andere Content-Distributoren".

Im Gegensatz zur neuen Springer-Unit legen die Hamburger allerdings sehr viel Kapazitäten auf die technische Seite des Business – also auf die Analyse, welche Inhalte bei Google gerade gefragt sein könnten. Dabei unterstützen sie unter anderem die Springer-Angebote Bild.de und Welt Online. Die Entwicklung eigener technischer Lösungen laufen bei Springer allerdings auch schon.

Gottschalks Aufgaben werden sich überwiegend um Inhalte drehen. Denn dem neuen Geschäftsbereich gehören außerdem die Service- und Entwicklungsredaktion sowie die Wissens- und Fotodatenbankenvon Axel Springer, Infopool Text und Ullstein Bild an. Darüber hinaus soll Pit Gottschalk die zentralen Verhandlungen mit Nachrichten- und Fotoagenturen verantworten.

Springer fängt also nicht nur an, die digitale Content-Produktion zu bündeln, sondern zentralisiert nun auch die Inhalte-Beschaffung oder – genauer – deren Einkauf.

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