Castros kubanische Facebook-Kopie

Der kommunistisch regierte Inselstaat Kuba hat eine eigene Facebook-Kopie gestartet. Unter dem Namen Redsocial (übersetzt: soziales Netz) ist dort ein Social Network an den Start gegangen, das aber nur über das kubanische Intranet zugänglich ist. Personen außerhalb Kubas können die Website nicht aufrufen. Redsocial soll als virtueller Treffpunkt für kubanische Studenten dienen. Bereits am ersten Tag soll Redsocial über sechstausend registrierte Nutzer angelockt haben.

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Die Initiative zu Redsocial ging vom kubanischen Ministerium für Bildung aus, berichtet die Website amerika21.de, die sich mit Mittel- und Südamerika-Themen auseinandersetzt. Sechstausend Nutzer klingt nach wenig – man muss aber bedenken, dass in Kuba die Zahl der Internet-Nutzer generell sehr gering ist. Nur rund zwei Prozent der knapp 11,5 Mio. Kubaner soll Zugang zum Internet besitzen, heißt es bei einem Bericht von “Reporter ohne Grenzen”.

Das was man von außerhalb Kubas von Redsocial sehen kann, sind vor allem Screenshots in kubanischen Blogs, wie “La Chiringa de Cuba”. Was man dort sieht, wirkt wie ein Eins-zu-Eins Nachbau von Facebook. Sogar die Anmeldeseite von Facebook wurde exakt nachgeahmt, nur dass statt den Kontinenten der Welt ausschließlich die Umrisse Kubas zu sehen sind – sehr passend.

Kuba hat mit Redsocial nicht nur eine abgeschottete Facebook-Kopie. Es gibt seit rund einem Jahr auch eine Art kubanisches Wikipedia mit Namen EcuRed. Dort können kubanische Internetnutzer selbst Beiträge verfassen und verändern – natürlich besteht immer die Gefahr, dass die Partei mitliest. EcuRed ist aber interessanterweise auch auf dem echten Facebook und bei Twitter präsent. So ganz geht die weltweite Social-Media-Revolution an Kuba dann offenbar doch nicht vorbei.

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