Trotz Bedenken: Nutzer lieben Facebook

Kurioses Ergebnis einer Studie: Facebook ist auf Platz zwei des Social-Media-Atlas 2011 der PR-Agentur Faktenkontor gelandet, obwohl die Umfrageteilnehmer aussagten, dass ihnen Datenschutz und Privatsphäre im Social Web am wichtigsten sind. Facebook steht immer wieder im Kreuzfeuer, weil Datenschützer dem Netzwerk vorwerfen, intransparent mit den Informationen seiner Nutzer umzugehen. Auf den ersten Platz des Rankings schaffte es Googles Videoportal Youtube, auf Rang drei kam das Business-Netzwerk Xing.

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In der Nutzerbewertung schneidet YouTube im Vergleich zu anderen Social-Media-Angeboten am besten ab. 76 Prozent der User benoten das Videoportal als gut, 29 Prozentpunkte davon sogar als sehr gut. Facebook schafft es mit 69 Prozent positiven Bewertungen auf den zweiten Platz. An dritter Stelle der am besten bewerteten Social-Media-Angebote steht Xing (57 Prozent). Das ist das Ergebnis der Studie "Social Media-Atlas 2011" von Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.
Danach gefragt, welche Aspekte die User bei der Bewertung der interaktiven Online-Angebote einfließen lassen, stehen Datenschutz und Privatsphäre ganz oben. 78 Prozent erachten diese Aspekte als sehr wichtig. Weit abgeschlagen folgen dahinter die Übersichtlichkeit der Seite sowie die Zuverlässigkeit der Server. Darauf legen jeweils 56 Prozent der Befragten gesteigerten Wert.
Kein ausschlaggebendes Kriterium ist dagegen die Verknüpfung mit anderen Social-Media-Seiten. Nur elf Prozent der Nutzer stufen diese als besonders wichtig ein. Auch die Verbreitung beziehungsweise die Anzahl der Nutzer spielen für die Befragten eine untergeordnete Rolle. Lediglich 27 Prozent von ihnen geben an, dass für sie die Nutzerzahl bedeutend ist.
Bei der Bewertung von Social-Media-Angeboten setzen Männer und Frauen unterschiedliche Maßstäbe an. Während beispielsweise 74 Prozent der weiblichen User Wert auf eine gute Hilfefunktion legen, sind es bei den Männern nur 65 Prozent. Bei den einzelnen Altersgruppen zeigen sich ebenfalls Unterschiede. So spielt für 78 Prozent der 40- bis 49-Jährigen bei interaktiven Online-Angeboten der Kundenservice eine übergeordnete Rolle. Bei den 14- bis 19-Jährigen sind es gerade mal 63 Prozent.
Faktenkontor veröffentlicht seinen Social-Media-Atlas häppchenweise. Mitte Dezember wertete die PR-Agentur aus, dass in Mecklenburg-Vorpommern die meisten Facebook-Muffel Deutschlands leben.
Am Social Media-Atlas 2011 nahmen 4.230 deutsche Internetnutzer teil. Untersuchungszeitraum war der 16. bis 27. Oktober 2011.

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