Nächste Kachelmann-EV gegen Schwarzer

In zehn Jahren streitet Alice Schwarzer vermutlich immer noch mit den Anwälten des Wetter-Moderators Jörg Kachelmann über die vermeintliche Tat und den Freispruch. Die nächste Folge in der Neverending-Story bildet nun eine weitere Einstweilige Verfügung, die die Emma-Herausgeberin von Kachelmanns Medienanwalt, Ralf Höcker, kassiert. Schwarzer vertrat in einem Interview mit der SWR-Sendung "Leute" eine offenbar eigenwillige Interpretation darüber, wie die Meinung des Richters zu deuten sei.

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In einer Pressemitteilung schreibt Höcker, Schwarzer habe in der Sendung geäußert: "Der Richter hat gesagt: Wir haben Restzweifel an der Schuld. Das heißt, wir sind überwiegend von der Schuld überzeugt, es bleiben aber Restzweifel.“ Weiter soll sie gesagt haben: „In tieferer Kenntnis des Falles komme ich zum selben Schluss wie das Gericht: Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass er es war."

Der Kachelmann-Anwalt kommentiert diese Aussagen in seiner eigenen Pressemitteilung süffisant: „Frau Schwarzers Annahme, dass sie eine "tiefere Kenntnis" vom Fall Kachelmann habe, gründet im günstigsten Fall auf einer deutlichen Selbstüberschätzung.“ Denn tatsächlich soll sie nur einen Bruchteil der Prozesstage in dem Mannheimer Gericht verbracht haben und zum Zweiten soll der Richter derartiges niemals gesagt oder angedeutet haben.  Dazu Höcker noch einmal: „Das Mannheimer Landgericht hat NICHT von bloßen Restzweifeln an Kachelmanns Schuld gesprochen. Es hat auch NICHT geäußert oder gar geurteilt, dass es ‚sehr wahrscheinlich’ sei, dass Kachelmann die Tat begangen habe oder dass es ‚überwiegend von der Schuld überzeugt’ sei.“

Nachdem sich die Emma-Herausgeberin geweigert hatte, eine Unterlassungserklärung abzugeben, setzte Höcker dann vor dem Landgericht Köln einen Tag vor Weihnachten eine einstweilige Verfügung durch. Gegenüber MEEDIA wollte sich Schwarzer bislang noch nicht zu dem Fall äußern.

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