Streik-Ende beim Schwarzwälder Boten

Fast 100 Tage lang hatten die Beschäftigten des Schwarzwälder Boten gestreikt. Jetzt haben die Gewerkschaften DJV und ver.di eine Tarifeinigung erreicht. Der neue Vertrag beinhaltet eine Gehaltserhöhung von 1,5 Prozent ab Mai 2012. Im Oktober erhielten die Schwabo-Beschäftigten als ersten Erfolg eine Einmalzahlung von 200 Euro. Allerdings gilt der neu verhandelte Vertag nur für die jetzigen Mitarbeiter und die Volontäre des Jahrgangs 2012, nicht aber für künftige Beschäftigte der Tageszeitung.

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Damit die Volontäre, die im nächsten Jahr eingestellt werden, auch im neuen Tarifvertrag berücksichtigt werden, verzichten die Mitarbeiter auf eine weitere Einmalzahlung im Februar 2013, die zunächst geplant war. Alle anderen künftigen Beschäftigten müssen trotzdem mit Gehaltseinbußen von bis zu 30 Prozent rechnen. Weitere Verhandlungen darüber sollen im Januar geführt werden. Die neuen Verträge sollen bis April 2014 laufen. "95 Prozent unserer Streikziele sind erreicht", sagt Gerd Manthey, Verhandlungsführer von ver.di Baden-Württemberg. 
Am 20. Mai hatten die Mitarbeiter der Tageszeitung zum ersten Mal gestreikt, nachdem ein zuvor versendetes Schreiben an die Geschäftsführung des Schwarzwälder Boten nicht die erhoffte Wirkung erzielte. Zusätzlich zu den Schwabo-Beschäftigten, ver.di und dem DJV-Landesverband Baden-Württemberg hatte sich auch der DJV-Bundesvorstand für die neuen Tarife eingesetzt. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken sieht die Tarifeinigung als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Der Kampf sei aber noch nicht zu Ende. "Abgesenkte Tarifverträge für künftige Schwabo-Journalisten können wir nicht akzeptieren."

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