Springer kauft Samwer-Beteiligung Ladenzeile

Springer erweitert sein digitales Portfolio: Das Medienhaus übernimmt die Mehrheit der Anteile an der Visual Meta GmbH. Das 2008 gegründete Unternehmen betreibt in sieben europäischen Ländern verschiedene Angebote für die visuelle Produktsuche. In Deutschland ist dies Ladenzeile.de. Bei diesem Portal werden die Produkte anderer Versandhändler in dem eigenen Shop-Konzept eingebunden. Zu den Ladenzeilen-Investoren gehört unter anderem auch der Samwer-Inkubator Rocket Internet.  

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Springer erweitert sein digitales Portfolio: Das Medienhaus übernimmt die Mehrheit der Anteile an der Visual Meta GmbH. Das 2008 gegründete Unternehmen betreibt in sieben europäischen Ländern verschiedene Angebote für die visuelle Produktsuche. In Deutschland ist dies Ladenzeile.de. Bei diesem Portal werden die Produkte anderer Versandhändler in dem eigenen Shop-Konzept eingebunden. Zu den Ladenzeilen-Investoren gehört unter anderem auch der Samwer-Inkubator Rocket Internet.  

In Deutschland betreibt Visual Meta Ladenzeile.de

Mit diesem Deal bewegt sich Springer wohl am äußersten Rand der Vorgaben von CEO Mathias Döpfner, bei den eigenen ehrgeizigen Digitalisierungsplänen nicht auf reine E-Commerce-Projekte zu setzen, wie es beispielsweise teilweise Holtzbrinck oder Burda machen. So übernehmen die Berliner mit dem rund 50 Mitarbeiter starken Startup eher einen Technik-Dienstleister statt einen klassischen Web-Händler. Zu den Shop-Partnern von Ladenzeile.de gehören unter anderem Otto, Amazon oder Zalando.

Die Unternehmensgründer von Visual Meta, Robert M. Maier  und Johannes Schaback, bleiben als geschäftsführende Gesellschafter im Unternehmen. In der Springer-Mitteilung ist sogar die Rede davon, dass sie „langfristig“ in der Company weiter arbeiten werden. Damit fällt die Übernahme tatsächlich in das klassische Raster von Springer-Zukäufen. Denn bislang hat das Medienhaus immer darauf geachtet, dass die Gründer und Geschäftsführer von Neuerwerbungen aus dem Internet-Sektor an Bord bleiben.

In England heißt es Shopalike.co.uk

Das Konzept hinter den Übernahmen war nie, die neuen Firmen einfach in den Konzern zu integrieren, sondern als Unternehmen im Unternehmen, bzw. die Gründer als Unternehmer im Unternehmen weiter selbstständig agieren zu lassen. So verhindert Springer einen Brain-Drain und stellt weiterhin sicher, dass die jungen Unternehmen nach Möglichkeit ihre spezielle Startup-Energie und -Dynamik behalten.

Über den Kaufpreis wollen die Berliner keine Angaben machen. Allerdings müssen sie eine Vielzahl von Personen bedienen. Denn die Visual Meta GmbH kommt insgesamt auf 19 Gesellschafter. Das größte Stück vom Kuchen hält dabei der Samwer-Inkubator Rocket Internet mit 36 Prozent. Der Klingel Versand ist mit 15 Prozent beteiligt. Bis auf Grey Corporate Investments mit sieben Prozent liegt der Anteil aller weiteren Shareholder bei drei Prozent oder darunter. Eine genaue Liste gibt es bei Gründerszene.de.

„Visual Meta ist Marktführer, profitabel, dynamisch wachsend, gründergeführt und deshalb eine hervorragende Ergänzung in unserem Performance Marketing Portfolio“, kommentiert Michael von Stern, Leiter Commerce im Geschäftsführungsbereich Elektronische Medien der Axel Springer AG.

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