RIM: Gewinn bricht ein, Ausblick gesenkt

Das Horrorjahr für den kanadischen Smartphone-Anbieter Research in Motion endet mit einem weiteren Debakel. Der Blackberry-Hersteller lag zwar bei Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal im Rahmen der Analysten-Erwartungen, verschreckte jedoch mit seinem Ausblick erneut die Anleger. So soll das Weihnachtsgeschäft schlechter ausfallen als erwartet. Schlimmer noch: Die Auslieferung der nächsten Blackberry-Generation verschiebt sich in die zweite Jahreshälfte 2012.

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Der lange Abstieg geht weiter: Erneut erlebte der kanadische Smartphone-Hersteller Research in Motion (RIM) bei Bekanntgabe seiner Quartalszahlen ein Waterloo. Dabei sieht die Bilanz auf den ersten Blick gar nicht so verheerend aus: Die Umsätze lagen mit 5,2 Milliarden Dollar nur knapp unter den Konsensschätzungen (5,27 Milliarden Dollar), der Gewinn je Aktie lag sogar etwas darüber (1,27 Dollar je Anteilsschein vs. 1,20 Dollar erwartet).
Doch der Trend zeigt klar nach unten: Die Umsätze sind um 6 Prozent schwächer als im Vorjahr ausgefallen, die Gewinne brachen gar um 27 Prozent ein. Abschreibungen auf das gefloppte Tablet Playbook schlugen zusätzlich 485 Millionen Dollar zu Buche.

Deutlich weniger Balckberry-Absätze erwartet

Der eigentliche Schocker ist indes der Ausblick: Nur 4,6 bis 4,9 Milliarden Dollar will RIM im Weihnachtsquartal umsetzen – statt der erwarteten 5,2 Milliarden Dollar. RIM erwartet zudem, nur 11 bis 12 Millionen Blackberrys auszuliefern nach 14 Millionen im abgelaufenen Quartal. Der deutliche Einbruch sei "kein gutes Zeichen", kommentierte Sterne Agee Analyst Shaw Wu.   

Und als wäre das noch nicht genug, kassierte RIM auch noch den Starttermin seiner neuen Balckberry-Generation, die auf dem neuen Betriebssystem QNX basiert – erst in Verlauf der zweiten Jahreshälfte sollen die neuen Konkurrenten vom iPhone und den boomenden Android-Geräten auf den Markt kommen. Zu viel schlechte Nachrichten für Aktionäre, die die zusammengeprügelte RIM-Aktie, die 2012 schon um 74 Prozent hinten liegt, nachbörslich abermals um sieben Prozent auf unter 14 Dollar herunterschickten. 

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