Deutschland ist Weltmeister – in „Fifa 11“

In Südafrika hat es im vergangenen Jahr zwar nicht gereicht, dafür in Südkorea: Kai Wollin hat Deutschland den Weltmeistertitel in der Fußballsimulation "Fifa 11" gesichert. Der 23-Jährige setzte sich unter anderem gegen Konkurrenten aus Iran, Brasilien, Italien sowie im Finale gegen Polen durch. Damit kassiert er ein Preisgeld von 10.000 US-Dollar auf der größten und wichtigsten Veranstaltung für elektronischen Sport, den World Cyber Games. Ein gutes Omen für die Fußball-EM im kommenden Jahr?

Anzeige

In Südafrika hat es im vergangenen Jahr zwar nicht gereicht, dafür in Südkorea: Kai Wollin hat Deutschland den Weltmeistertitel in der Fußballsimulation "Fifa 11" gesichert. Der 23-Jährige setzte sich unter anderem gegen Konkurrenten aus Iran, Brasilien, Italien sowie im Finale gegen Polen durch. Damit kassiert er ein Preisgeld von 10.000 US-Dollar auf der größten und wichtigsten Veranstaltung für elektronischen Sport, den World Cyber Games. Ein gutes Omen für die Fußball-EM im kommenden Jahr?
Die Europameisterschaft 2012 findet in Polen und der Ukraine statt. Die deutsche Nationalmannschaft muss in der "Todesgruppe B" gegen die Niederlande, Dänemark und Portugal ran. Sie sollte sich etwas bei Kai "deto" Wollin aus Monheim am Rhein abschauen: Der bezwang den polnischen Konkurrenten Bartosz "hom3r" Piętka im Finale souverän mit 4:0 und 5:1. Im Halbfinale spielte "deto" gegen einen Italiener, der in klassischer Italien-Manier als einziger Turnierteilnehmer mit einer 5er-Abwehrkette "Beton anrührte", wie es im Fußballerjargon heißt.
Der 23-Jährige hatte sich zuvor auf Europas größter Videospielmesse, gamescom, im Köln für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Neben Wollin traten auch Jannik Huber und Tim Schwiene für Deutschlands "Fifa 11"-Team an. Schwiene wurde Vierter, Huber kam unter die Top 16.
Gespielt wurde auf den World Cyber Games im "Best of 3"-Verfahren. Dabei treten die Kontrahenten so lange gegeneinander an, bis einer von ihnen zweimal gewonnen hat. Ein Spiel kann demzufolge 2:0 oder 2:1 ausgehen.
Die World Cyber Games finden seit 2000 jährlich statt. Sie gelten als die Olympischen Spiele der PC- und Videospieler. Das Grand Final 2011 richtete die Stadt Busan in Südkorea aus, wo Nationalteams aus 58 Ländern und 600 Spielern um Medaillen und Preisgelder in Höhe von 300.000 US-Dollar kämpften. Im ewigen Medaillenspiegel liegt Deutschland auf Rang 2 hinter Südkorea.
Neben „Fifa 11“ werden auf den World Cyber Games unter anderem Turniere in dem Strategiespiel „Starcraft 2“, dem Taktik-Shooter „Counter-Strike“ und dem Action-Rollenspiel „League of Legends“ ausgetragen. Die Veranstaltung ist dabei längst zum medialen Groß-Ereignis geworden, besonders in Asien, wo eSport eine ähnliche Aufmerksamkeit erhält wie der Profi-Fußball in Deutschland. „In Korea, dem Heimatland des eSports, anzutreten ist für jeden eSportler eine große Ehre“, sagte der Marketing Director beim Ausrichter der World Cyber Games in Deutschland, Thomas von Treichel.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige