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Nica & Joe: “Wir sind als Duett gewachsen“

Heute geht das Vox-Wettsingen “X Factor“ ins Finale: Drei Mentoren, die selbst Künstler sind. Drei Finalisten. In Summe: sieben. Ein Duett bildet heute und in der Geschichte von Casting-Shows und Gesangswettbewerben eine wirkliche Besonderheit: Das “X Factor“-Duo Nica & Joe. Am Tag vor dem Finale sprachen beide mit Christopher Lesko über die Freude aufs Finale, über Freundschaft, Musik und Dankbarkeit. Was Joe sich für das Jahr 2012 wünscht? “Nur einen Tag, an welchem alle glücklich sind.“

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Casting-Shows, in denen Künstler und gute Stimmen gesucht werden, sind lange noch nicht tot: Das beweist “The Voice of Germany“ mit Traumquoten, die man ProSiebenSat.1 nach langer Musik-Casting-Durststrecke wirklich gönnen kann. Neben RTLs “Supertalent“ (2. Halbfinale: kommender Samstag) und der in 01/2012 erneut startenden DSDS-Staffel geht der Vox-Contest “X Factor“ heute mit dem Finale über seine Ziellinie. Das Format verzichtete auch in diesem Jahr nicht nur auf Bohlen, Buzzer und Blamage, sondern sparte sich glücklicherweise auch jene Marketing-Sprüche, die beim guten “Voice of Germany“-Start ebenso unangemessen aufgeblasen wirkten, wie bei “DSDS“: “Beste Show Deutschlands“, “Beste Stimmen Deutschlands“, “Show-Sensation des Jahres“.
“X Factor“ erzielte zwar nicht die Traum-Quoten der großen Wettbewerber: Vielleicht ein wenig der Preis dafür, dass man im Gegensatz zu Alternativ-Formaten auf theatralische Inszenierungen verzichtete und sich dazu entschloss, einfach mit einer guten Truppe in hoher Qualität seine Arbeit zu machen. Denn dies hat man bei Vox in der zweiten Staffel 2011 getan. Und immerhin hat das Format neben einer kompetenten und sympathischen Jury ohne Drama-Allüren und einem erstklassigen Moderator drei ebenso unterschiedliche Finalisten, die heute zur Primetime mit jeweils drei Songs um den Titel singen:
Raffaela Wais, Schützling ihres Mentoren “Das Bo“, David Pfeffer mit Mentor Till Brönner und das Duett Nica (Veronika Belyavskaya) und Joe (Joseph Guyton), Schützlinge ihrer Mentorin Sarah Connor. Alle Finalisten sind unverbaute, echte Sympathieträger. Und alle können singen.
Casting-Shows haben weltweit immer wieder einmal erstklassige Stimmen hervorgebracht: Kelly Clarkson und Leona Lewis sind nur zwei Beispiele dafür. Ein Duett auf dem musikalischen Niveau von Nica und Joe allerdings wird man in dieser Kombination selbst international sehr lange suchen müssen. Beide repräsentieren darüber hinaus die musikalische Begegnung von Pop und Klassik und die Begegnung russisch-deutscher und US-amerikanischer Lebenswege.
Nach unserem ausführlichen Oktober- Interview mit beiden Künstlern sprachen wir am Tag vor dem Finale kurz mit Nica und Joe:
Wie geht es Euch vor dem Finale?
Nica:
Uns geht es sehr gut, und wir freuen uns wirklich total auf den Abend.
Joe:
Natürlich sind wir sehr aufgeregt vor diesem wichtigen Auftritt. Aber wir nehmen es Schritt für Schritt und egal was geschieht: Wir wollen eine gute Performance zeigen.       
Mit David Pfeffer und Raffaela Wais habt Ihr nicht nur gute Stimmen im Wettbewerb um den Sieg, sondern wirklich sehr sympathische Menschen. Macht es das leichter oder schwerer für Euch?
Nica:
Ganz ehrlich: Wir wissen, es ist so, aber wir empfinden das überhaupt nicht so, mit den beiden im Wettbewerb zu sein. Das klingt vielleicht komisch, aber wir sind wirklich gute Freunde geworden. Joe und ich gönnen Raffaela und David alles – von ganzem Herzen.

Wir haben ja zu Beginn der Staffel miteinander in einem persönlichen Interview miteinander gesprochen. Im Rückblick auf Euren Start bei X Factor“: Seit damals, als Ihr in der Schlange beim Casting standet: Was hat sich für Euch in der Zeit verändert?
Nica:
Wir haben uns das gerade selbst durch den Kopf gehen lassen. Seit der Schlange damals ist so viel geschehen, das ist wirklich Wahnsinn. Ich habe letztens zu Joe gesagt: “Vielen Dank, dass Du das mit mir gemeinsam bewältigt hast!“ Er hat mich ja fast schon dazu gezwungen. Wir beide sind wirklich zusammengewachsen und sind ein richtig gutes Team geworden. Wir kannten uns vorher ja kaum. Ich habe einen guten Freund gewonnen, das kann uns keiner mehr nehmen, und das ist für mich das Wichtigste. Und wir sind zusammen durch die permanente Arbeit auch als Duett ein wirkliches Stück gewachsen. Das ist echt schön.
Diese dichte Zeit ist ja wie ein Tunnel mit einem ganzen Bündel von Eindrücken und Anforderungen. Man wird ja, ohne es sich vorher auszusuchen, zwangsläufig erwachsener?
Nica.
Das stimmt. Auch, wenn Musik Deine Leidenschaft ist, lernst Du mit sehr, sehr viel Arbeit und mit Stress umzugehen. Du lernst auch, trotz Einschränkungen oder Wehwehchen an Deiner Leistung zu arbeiten. Zum Beispiel, Dich von einer Erkältung nicht zu sehr beeinträchtigen zu lassen. Natürlich kennen wir das auch von früher. Aber in dieser sehr intensiven Zeit hier ist das alles noch einmal anders.
Joe:
Wir beide kennen diese Intensität von früher her so gar nicht, das ist eine neue und tiefe Erfahrung.
Nica.
Man lernt auch, wie man mit Journalisten und Kameras umgeht oder Interviews gibt. Vorher habe ich gedacht: Oh Gott – Interviews, ich hatte total Angst davor. Jetzt weiß ich, es ist nicht schlimm, sich mal zu versprechen.
Welche drei Songs werdet Ihr im Finale singen?
Nica:
"The Prayer", dann mit Michael Bublé "Home" und dann unsere Single "Build A Palace".
Das bedeutet: viel Gefühl. Habt Ihr Geheimtipps im Umgang mit Nervosität?
Nica:
Joe hat mir das beigebracht. Einfach atmen, tief durchatmen, damit man zur Ruhe kommt. So findet man wieder zu sich. Dann ist die Nervosität zwar lange noch nicht weg, aber man kann besser damit umgehen.
Seit unserem letzten Gespräch habt Ihr ja ein präziseres Gefühl für die Besonderheiten eines professionellen Musiker-Lebens in der Öffentlichkeit.
Nica:
Jep!
Was ist toll daran, was schwierig?
Nica:
Ach Gott, schwierig ist grundsätzlich nur, dass man wirklich wenig Privatleben hat. Freunde und Familie fehlen manchmal, und das ist auch ein wenig traurig. Alles andere ist total cool und positiv. Es ist immer noch ungewohnt, wenn Menschen plötzlich auf der Straße unsere Namen rufen und sich einfach freuen uns zu sehen.
Joe:
Meine Mutter ist jetzt ja da, sie hat mich überrascht und wird beim Finale dabei sein. Darüber bin ich sehr glücklich. Ich habe ja schon bei unserem ersten Gespräch gesagt, wie froh ich darüber bin, mit Nica eine gute Freundin gefunden zu haben. Wirklich toll ist auch, mit unserer Musik und all unserem Gefühl Menschen erreichen zu können und ihnen etwas zu geben. Dafür sind wir beide sehr dankbar. Wer kann das schon: anderen für ein paar Minuten auf diesem Weg ein Geschenk zu machen? Irgendwie ist das eben auch für uns ein Geschenk.
Wie werdet Ihr Weihnachten feiern?
Nica:
Haha! Mit Familie und Freunden. Meine Schwester hat am 24.12. Geburtstag, da kommen alle zusammen, die ganze Familie und enge Freunde. Da gibt es einen Riesen-Tisch mit Essen. Auf diese Zeit freue ich mich ganz besonders.
Weihnachten Neues Jahr sind ja die Zeit für Wünsche. Was wünscht Ihr Euch, und anderen für 2012?
Joe:
Ich wünsche mir, meine Familie zu sehen, das ist mein größer Wunsch. Das wünsche ich Nica genauso.
Nica:
Ja…
Joe:
Und allen anderen in der Welt wünsche ich für 2012, dass sie zumindest einen Tag erleben, an dem jeder glücklich sein kann. Nur einen Tag, an dem jeder happy ist, Kummer und Ärger vergisst und alle anderen Menschen behandelt, als wären Sie Brüder und Schwestern. Lasst uns das mal versuchen, als Experiment: Nur einen Tag! Und dann schauen, was passiert. Am nächsten Tag könnten alle, die unbedingt müssen,  wieder damit weiter machen sich zu ärgern oder zu hassen. Aber ein Tag wäre mal ein Anfang.
Wollt Ihr Euren Fans noch etwas mitteilen?
Joe:
Ja! Ich spreche mal für uns beide: Wir beide sind für die große Unterstützung sehr dankbar. Wir wären niemals an dieser Stelle ohne die Hilfe von jedem Einzelnen dort draußen. Und mit “Stelle“ meinen wir nicht nur das Finale von “X Factor“, sondern auch die Chance, miteinander zu singen, Musik zu machen und gemeinsam live auf der Bühne zu stehen. Das ist es, was wir wollen: Zusammen auf der Bühne Musik zu machen – egal, wie das Finale von “X Factor“ ausgeht.
Das "X-Factor"-Finale läuft ab 20.15 Uhr bei Vox
Mehr über den Autor: www.leadership-academy.de

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