Reuters-Boss Glocer muss gehen

Nach schweren Kursverlusten der Nachrichtenagentur Thomson Reuters hat CEO Tom Glocer angekündigt, Ende des Jahres zurückzutreten. Tatsächlich fiel der Börsenwert in den vergangenen zwölf Monaten von 42 auf unter 27 Dollar pro Aktie. Glocer wird der Chief Operating Officer James Smith ersetzen, der seine Abteilung nach Reuters-Angaben „mit sehr großen Erfolgen“ leitet. Er soll strukturelle Veränderungen bei dem Unternehmen durchführen.

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Smith kam 1987 zu Reuters. Er hatte zuletzt die Sparte Professional geleitet, die Fachinformationen für Juristen, Wissenschaftler und Firmen anbietet. Zuvor verantwortete er die Geschäftsbeziehungen zu US-Zeitungen und baute das Digital-Geschäft aus.
Glocer baute zuletzt die Sparte Markets um. Der Bereich, der Finanzmarktkunden, Unternehmen und Medien mit Nachrichten, Handelsplattformen und Daten beliefert, spürt den Sparkurs der Banken deutlich. Außerdem verantwortete der 52-Jährige den Übergang in die Thomson-Gruppe für rund 17,2 Milliarden US-Dollar. Zuvor hatte er markante Sparmaßnahmen bei Reuters umgesetzt.

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