Degeto feuert Geschäftsführer Jurgan

Fernsehen Die Gesellschafterversammlung der ARD-Tochter Degeto hat beschlossen, den Geschäftführer Hans-Wolfgang Jurgan mit sofortiger Wirkung als Geschäftsführer abzuberufen. Eine Prüfung habe gravierende organisatorische Mängel ergeben, die in seiner Verantwortung lagen. Außerdem soll Jurgan seine Berichts- und Informationspflicht gegenüber dem Aufsichtsrat verletzt haben. Die Degeto leitet deshalb auch arbeitsrechtliche Schritte gegen ihn ein.

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Für den Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung ist deshalb das notwendige Vertrauensverhältnis nicht mehr gegeben, teilt die Degeto mit. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG soll nach ihrem jetzigen Zwischenbericht ihre Prüfungen fortsetzen.
Die Überprüfung von Hans-Wolfgang Jurgan wurde eingeleitet, nachdem die Degeto Filmproduzenten das Geld streichen musste, weil sie zu viele Produktionen in Auftrag gegeben hatte und deshalb auf Sparkurs ging. Der Süddeutschen Zeitung zufolge konnte die Degeto von 2009 bis 2012 mit beinahe 1,5 Milliarden Euro planen und produzierte davon in erster Linie „klebrige TV-Schnulzen“. Für die nächsten zwei Jahre stampfte sie ihr Budget ein, was die Produzentenallianz auf die Barrikaden gehen ließ.
Der Degeto-Aufsichtsrat hat rbb-Intendantin Dagmar Reim zur neuen Vorsitzenden gewählt. Der Aufsichtsrat hat unter ihrer Leitung eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die Strukturen der Degeto überprüfen soll.

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