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LVZ: Madsack streicht 54 Stellen

Madsack auf Sparkurs: Nur rund zwei Wochen nach der Übernahme der Märkischen Allgemeinen kündigt der neue Eigentümer Stellenstreichungen bei seiner Leipziger Volkszeitung an. 53 Arbeitsplätze sollen newsroom.de zufolge wegfallen, 30 davon in der Redaktion. Das entspricht knapp einem Drittel der Journalistenstellen. Zusätzlich erhält das Blatt seinen Mantelteil künftig aus einer neuen Zentralredaktion, die auch unter anderem die HAZ, die Neue Presse und die Ostsee-Zeitung beliefern soll.

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Die Zentralredaktion soll in Berlin entstehen und 25 Journalisten beschäftigen, berichtet newsroom.de. Es solle ähnlich laufen wie bei den WAZ- oder DuMont- Blättern, die bereits seit mehreren Jahren aus einer übergreifenden Redaktion beliefert werden. Die Folge ist, dass in unterschiedlichen Zeitungen die gleichen Texte erscheinen. Wie viele Redakteure in der Mantelredaktion in Leipzig verbleiben, sei noch unklar.
Bei den Kündigungen setzt Madsack darauf, Freiwillige für Abfindungen oder Altersteilzeit zu finden. Sollte das nicht ausreichen, schließe das Unternehmen zufolge aber auch betriebsbedingte Kündigungen nicht aus. Ein LVZ-Redakteur bezeichnete die Stimmung als „im Keller“, denn niemand wisse, wie es weitergeht, obwohl die Zeitung schwarze Zahlen schreibe.
Die LVZ kam laut IVW im dritten Quartal auf einen Gesamtverkauf von 209.305 Exemplaren. 190.100 Stück gehen davon an Abonnenten. Im Fünf-Jahres-Trend verlor das Blatt 17 Prozent seiner Auflage. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum beträgt das Minus zwei Prozent.

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