Anzeige

Jäkel und Lindner werden Super-Manager

Julia Jäkel und Thomas Lindner übernehmen bei Gruner+Jahr zusätzliche Aufgaben. Jäkel, bisher Verlagsgeschäftsführerin Exclusive&Living (u.a. Schöner Wohnen, Essen & Trinken) übernimmt den Löwenanteil der Verlagsgruppe Frauen/Familie/People. Dazu gehören u.a. Brigitte und Gala. Thomas Lindner, bisher Chef der Gruppe Stern/Geo/Art, bekommt die Dependance in München zugeschlagen, also u.a. Eltern und P.M. Die Neuverteilung wird nötig, weil Volker Breid Chef der Motor Presse in Stuttgart wird.

Anzeige

Warum der Posten von Breid, der bisher die für G+J eminent wichtige Verlagsgruppe Frauen/Familie/People leitete, nicht einfach neu vergeben wurde? Bei Gruner werden intern mehrere Gründe genannt. Zum einen gibt es eine personelle Begründung. Denn schließlich war Jäkel Verlagsleiterin der Brigitte und kennt den Laden genau. Umgekehrt weiß sie, wie Volker Breid die Gruppe geführt hat. Thomas Lindner hat seinerseits bereits Nido und Neon in München unter seinen Fittichen. Da ergibt es auch aus personellen Erwägungen Sinn, ihm die Geschäfte in Bayern plus die Kontrolle des dort beheimateten Entertainment Media Verlags zu übertragen. G+J-Boss Bernd Buchholz spricht also nicht umsonst von einer "stringenten und zukunftsorientierten Lösung".

Zukunftsorientiert sicher auch, weil es nun aus Sicht der Vermarktung noch engere Verbindungen zwischen Frauentiteln und frauenaffinen Titeln gibt, die nun Julia Jäkel "aus einer Hand" betreut. Und als zukunftsorientiert gilt vermutlich letztlich ebenfalls, dass es nun einen Verlagsgeschäftsführer weniger im G+J-Reich gibt. Den Trend zur schmaleren Führungsriege hat der Vorstand selber vorgelebt, denn Bernd Buchholz ist nicht nur Vorstandschef, sondern auch Deutschlandchef in einer Person. Neben Jäkel und Breid gibt es mit Ingrid Haas noch eine weitere Verlagsgeschäftsführerin, die sich um die Wirtschaftsmedien des Hauses kümmert.

Die neue Struktur gilt ab dem 1. Februar nächsten Jahres. Neue Namen gibt es für die vergrößerten Verlagsgruppen noch nicht. Für beide Manager, Jäkel wie Lindner, bedeutet die Umstrukturierung die Übernahme von mehr Verantwortung. Vor allem für Jäkel ist der Umbau mit einem Karrieresprung erster Güte verbunden. Der Druck, gute Zahlen beim Mutterkonzern Bertelsmann abzuliefern, wird freilich nicht geringer. Mit Thomas Rabe übernimmt im kommenden Jahr ein Finanzexperte den Gütersloher Konzern. Da kann es vermutlich auch aus Sicht von G+J nicht schaden, das Organigramm zu entschlacken. 

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige