Bertelsmann: solide ins Weihnachtsgeschäft

Der Medienkonzern Bertelsmann hat stabile Neun-Monatszahlen vorgelegt. Der Umsatz stieg um 2,3 Prozent auf 10,7 Mrd. Euro. Unterm Strich verdiente der Konzern 377 Mio. Euro (Vorjahreswert: 357 Mio. Euro). Lediglich beim operativen Gewinn (EBIT) gab es winzige Delle. Bertelsmann begründet dies mit hohen Investitionen u.a. beim Musikrechtegeschäft von BMG und Arvato. Der scheidende Vorstandschef Hartmut Ostrowski übergibt seinen Nachfolger Thomas Rabe ein gut bestelltes Haus.

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Die Musikrechtesparte BMG gilt als Hoffnungsträger in Sachen Wachstum im Konzern. Zugekauft wurden zuletzt die Labels Bug Music und Chrysalis. Weitere, auch große, Übernahmen stehen an. Auch im B-to-B-Geschäft der Dienstleistungssparte Arvato sei viel investiert worden, darum ist der Operating EBIT leicht gesunken von 1,043 Mrd. auf 1,032 Mrd. Euro.

Der Schuldenstand ist zwar leicht gestiegen (von 1,913 Mrd. auf 2,242 Mrd. Euro), das Thema Schulden ist “für Bertelsmann aber erledigt”, wie eine Sprecherin gegenüber MEEDIA sagte. Jahrelang mühte sich der Konzern die Schulden aus dem Aktienrückkauf von Albert Frère wieder einzudämmen. Dies ist mittlerweile gelungen. “Mit dem derzeitigen Schuldenstand können wir gut leben”, so die Sprecherin. Dass die Schulden wieder leicht wachsen sei darin begründet, dass einerseits neue Investitionen anstehen und andererseits die Kapitalmarktbedingungen gerade günstig sind, sprich: niedrige Zinsen.

Dass das Haus Bertelsmann wieder so gut und sicher steht, ist nicht zuletzt der Verdienst des Finanzvorstands und künftigen Vorstandschefs Thomas Rabe. Der löst zum Jahreswechsel Hartmut Ostrowski an der Konzernspitze ab. Ostrowski hat den Konzern in schwieriger Zeit konsolidiert und hinterlässt seinem Nachfolger ein gut bestelltes Haus, in dem die drängenden Finanzprobleme gelöst sind. Bertelsmann hat wieder finanziellen Handlungsspielraum. Im neuen Jahr wird man von den Güterslohern vermutlich einiges hören.

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