Kriminelle legen Adidas und Reebok lahm

Adidas ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Seit Freitag sind viele Internetpräsenzen des Sportartikelherstellers offline. „Wegen technischer Schwierigkeiten ist unsere Website derzeit nicht verfügbar“, heißt es dort als Begründung. Gegenüber der Financial Times Deutschland bestätigte eine Sprecherin jedoch: „Am 3. November ist die Adidas-Gruppe das Ziel einer kriminellen Cyber-Attacke geworden.“ Vermutlich wird der Konzern erpresst.

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Adidas teilte mit, dass der Hacker-Angriff eindeutig krimineller Natur gewesen sei. Auch wenn nach einer ersten Prüfung keine Kundendaten gestohlen worden seien, erwägt der Konzern rechtliche Schritte gegen die Cyber-Piraten einzuleiten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Bislang ist noch unklar, wer hinter der Attacke steckt. Anders als beispielsweise bei dem Hack gegen Sony, bei dem 77 Millionen Kundendaten gestohlen wurden, bekannte sich bisher keine Gruppe zu dem digitalen Überfall.
Von dem Angriff betroffen sind unter anderem adidas.com, reebok.de und die interaktive Trainings-Webseite micoach.de. Die Seiten seien jedoch nur zum Schutz der Kunden vom Netz genommen worden, sagte die Konzernsprecherin zur FTD. Wann sie wieder ans Netz gehen, ist noch unklar. Mittlerweile sind zumindest die Online-Shops wieder erreichbar. Die US-Seite von Adidas war nicht von der Attacke betroffen, da sie über einen anderen Zentralrechner läuft. Online-Kunden aus anderen Ländern sollen mit einer Rabattaktion entschädigt werden.
Erst am vergangenen Donnerstag hatte Vorstandschef Herbert Hainer Adidas noch für sein großes Engagement im Online-Bereich gelobt. Es gebe allein 20 Millionen Fans über Facebook und die Youtube-Videos des Konzerns seien 15 Millionen Mal abgerufen worden.

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