Welcher eReader sich für wen lohnt

Apple arbeitet am iPad 3, Amazon liefert mittlerweile einen deutschen Kindle aus und startet in den USA den Verkauf seines Tablets Fire. Zeit für eine Gegenüberstellung. Ob nun Bücherwürmer, Newsjunkies oder Couchkartoffeln: Welches Gerät lohnt sich für wen? Wir haben uns das iPad 2, den Kindle und den brandneuen Kindle Fire, Amazons neues Volks-Tablet, einmal aus eReading-Sicht genauer angeschaut. Diese Übersicht verrät, welches Gadget sich für welchen Lesetypus am besten eignet.

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Apple arbeitet am iPad 3, Amazon liefert mittlerweile einen deutschen Kindle aus und startet in den USA den Verkauf seines Tablets Fire. Zeit für eine Gegenüberstellung: Welches Gerät lohnt sich für wen? Eine Übersicht.

Der Bücherwurm: Sie lesen gerne Bücher? Und Sie lesen viel? Dann sollten Sie zum Kindle 3 greifen, Amazons eReader. Der Marktführer ist schon in der dritten Generation erschienen und in Preis und Leistung unschlagbar. Das Gerät ist flach, das Umblättern funktioniert schnell und Text sieht aus, als wäre er auf den Bildschirm gedruckt worden. Doch der größte Vorteil des Kindles ist seine Sparsamkeit. Rund einen Monat kommt der eReader bei regelmäßiger Lektüre mit einer Akkuladung aus. Lesen Sie nicht jeden Abend ein Buch, hält der Akku noch sehr viel länger. Bücher werden über Wlan oder UMTS direkt auf dem Gerät gekauft, per Kabel vom Rechner übertragen oder lassen sich auf den Kindle mailen.

Amazons digitale Bibliothek umfasst rund eine Millionen eBooks, der Großteil aber noch in englischer Sprache. Und die Konkurrenz? Sony bietet seinen PRS-T1 für 149 Euro an. Besser als der Kindle ist er nicht, dafür teurer und schwerer. In der vierten Version ohne Tastatur kostet der Kindle mit gerade einmal 170 Gramm in Deutschland 99 Euro, die Keyboard-Variante 119 Euro, die UMTS-Variante mit permanentem Webzugang 159 Euro.

Der Newsjunkie: Viele mögen im iPad keinen eReader sehen. Das mag stimmen. Dennoch eignet sich das Tablet wunderbar als Lesegerät. Da das iPad mit seinem neun Zoll großen Display permanent Strom verbraucht, lohnt es nicht wirklich für nächtliche Lesemarathons. Das hochauflösende Farbdisplay macht dafür woanders eine gute Figur. Dann, wenn Sie gerne Magazine und Zeitungen lesen. Fotostrecken sehen auf dem iPad 2 großartig aus. Viele deutsche Publikationen, darunter auch der Spiegel und der Stern, haben multimediale Ableger ihrer Hefte entwickelt. Die lassen sich nicht nur digital lesen, sondern bieten mit interessanten Videos und Infografiken ordentlich Mehrwert. Auch das Angebot digitaler Kioske steigt stetig.

Apple launchte mit dem Update seines mobilen Betriebssystem iOS 5 Newsstand, Verlage wie die Axel Springer AG haben eigene Kioske, und auch Gruner+Jahrs Magazin-Plattform Pubbles baut sein Angebot ständig aus. Die kleinste Ausführung des iPad kostet 479 Euro. Und die Konkurrenz: Samsungs Galaxy Tab ist in der aktuellen Ausführung ein ebenbürtiger Konkurrent. Wenn Sie allerdings bereits ein Apple-Gerät besitzen, mit Appstore und iCloud zufrieden sind, dann greifen Sie zum iPad. Kollege Marc Tönsing hat iPad und Kindle einmal im Video verglichen.

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Die Couchkartoffel: Seien wir ehrlich. Tablets sind Luxusgüter, sogenannte Couch-Gadgets. Es sind Geräte, die wir gut und gerne nutzen, während wir eigentlich was anderes tun. Neben dem langweiligen Fußballspiel Mails checken, den vom Freund empfohlenen YouTube-Link anschauen – für derlei Gelegenheitsnutzung ist der Kindle Fire bestens geeignet. Denn im direkten Vergleich zum iPad kann der Fire schlicht mit seinem geringen Preis von 199 Dollar punkten.

Zudem bietet Amazon mit dem Siebenzöller Zugriff auf 100.000 Filme und TV-Shows sowie rund 17 Millionen Songs und eine Million eBooks. Kurzum: Der Fire ist eine Entertainment-Maschine, kein Business-Gerät für Geschäftsreisen. Nebenbei lohnt er sich durch sein extrem robustes Display (angeblich dreimal härter als Plastik) unter anderem für Familien mit Kindern. Der Fire darf durchaus einmal runterfallen. Das iPad mit seinem Alurücken und dem größeren Display ist da weitaus anfälliger für Beulen und Kratzer. Das Problem: Amazon wird den Fire vorerst nur in den USA vertreiben. Wie anfänglich beim Kindle muss man das Tablet nach Deutschland importieren.

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