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Baidu: wie Google in jungen Jahren

Während für Google, der wertvollsten Suchmaschine der Welt, die Zeit der ganz großen Wachstumssprünge vorbei zu sein scheint, ist für einen Rivalen aus China weiter nur der Himmel die Grenze: Baidu wächst und wächst und wächst. Schon wieder 80 Prozent mehr als im Vorjahr hat der Platzhirsch aus dem Reich der Mitte verdient, der interessanterweise an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq gelistet ist. Was kaum einer weiß: Mit einem Börsenwert von über 50 Milliarden Dollar ist Baidu schon mehr wert als eBay oder Yahoo.

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Während für Google, der wertvollsten Internetsuchmaschine der Welt die Zeit der ganz großen Wachstumssprünge vorbei scheint, ist für einen Rivalen aus China weiter nur der Himmel die Grenze: Baidu wächst und wächst und wächst. Schon wieder 80 Prozent mehr als im Vorjahr hat der Platzhirsch aus dem Reich der Mitte verdient, der interessanterweise an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq gelistet ist. Was kaum einer weiß:  Mit einem Börsenwert von über 50 Milliarden Dollar ist Baidu schon mehr wert als eBay oder Yahoo.   

Die gewaltigste Wachstumsstory der Welt, wie Goldman Sachs-Chefvolkswirt Jim O’Neal Anfang des vergangenen Jahrzehnts den kommenden Aufstieg Chinas bezeichnete, kann an einem Internet-Unternehmen  festgemacht: Baidu, der unbestrittene Champion aus dem Reich der Mitte, den immer noch nicht jeder auf der Rechnung hat.

Das sollte zumindest in der Internetbranche aber jeder, denn Baidu ist bereits zur dritten Dortcom-Kraft aufgestiegen: Nach Google (193 Milliarden Börsenwert) und Amazon (94 Milliarden Börsenwert) folgt bereits die chinesische Suchmaschine mit einer Marktkapitalisierung von über 52  Milliarden Dollar als drittwertvollster  Internet-Konzern der Welt – noch eBay (41 Milliarden Dollar) und schon lange weit vor Yahoo (21 Milliarden Dollar).    

Rasantes Wachstum: Umsätze steigen um 85 Prozent, Gewinne um 80 Prozent

Warum, unterstrichen die nach Handelsschluss an der Wall Street – denn an der US-Technologiebörse ist Baidu tatsächlich erstgelistet – veröffentlichten Quartalszahlen. Um 80 Prozent konnte Baidu seinen Nettogewinn erneut auf 295 Millionen Dollar steigern und damit die Analystenschätzungen schlagen.  Die Umsätze zogen sogar um 85 Prozent an – Steigerungen, wie in Googles jungen Jahren.  

"Baidu schafft es, dass Kunden ihre Werbeausgaben erhöhen", kommentiert Analyst Lekvin Ho die Bilanz gegenüber Bloomberg. Die Geschäftsentwicklung war bereits zuvor absehbar: Am Nachmittag vermeldete der Marktforscher iResearch die neusten Marktanteile auf dem weltgrößten Internetmarkt, den Baidu nach Belieben beherrscht: 77 Prozent der Chinesen suchen inzwischen über den nationalen Champion – nur noch 18 Prozent über Google.

Googles China-Rückzug war Baidus Gewinn

Vor zwei Jahren sahen die Kräfteverhältnisse noch anderes aus: Baidu kam auf 60 Prozent, Google auf mehr als 30 Prozent. Maßgeblich befeuert wurde die absolute Dominanz von einer Entscheidung, die rund eineinhalb Jahre zurückliegt: Google kündigte seinerzeit aufgrund des anhaltenden Konflikts mit der chinesischen Regierung über die Internet-Zensur den Rückzug nach Hongkong an.

Der Schritt brachte Google damals viel Respekt – inklusive vom Weißen Haus – ein, er beraubte den internationalen Champion bei der Internetsuche allerdings auch zu einem Gutteil seiner Wachstumsperspektiven. Googles Rückzug war Baidus Gewinn: Während die Google-Aktie  auf dem Niveau von Anfang 2010 notiert, haben sich Anteilsscheine von Baidu an der Börse mehr als verdreifacht. Im Zuge der starken Quartalszahlen kamen nach Handelsschluss noch mal  8 Prozent auf 149 Dollar hinzu.

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